Druckschrift 
1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
Entstehung
Seite
371
Einzelbild herunterladen
 

371

Deutschland, als auch mit dem Markgrafen Jobst zumSchiedsrichter seiner Böhmischen Streitigkeiten bestellt. Kö-nig Wenzel lohnte den Burggrafen ihre Theilnahme an die-sen Verhandlungen, indem er, wenn auch unter dem Vor-behalt beliebigen Widerrufes, dem ältern ein in Böhmen,aus der Münze zu Kuttcnberg, zu erhebendes Wochengeld,und dem jnngcrn, dem Burggrafen Friedrich, der um dieseZeit ebenfalls in den Rath des Königs aufgenommen wurde,1000 Gulden jährlich aus den zu des Königs Kammer flie-ßenden Reichseinkünften verschrieb U

Schlacht bei Nikopolis (1396).

Bei der Zusammenkunft mit dem Könige Siegmundin Prag wurden die Burggrafen wahrscheinlich auch fürdie Theilnahme an dem großen Heercszuge gewonnen, denSiegmund noch in diesem Jahre gegen die Türken auszu-führen beabsichtigte. Denn sie theilten mit den IhrigenSiegmunds Mißgeschick in der denkwürdigen Schlacht beiNikopolis.

Auf den Ruf des Ungarnkönigs, zu einer entscheiden-den Unternehmung gegen die siegreich vordringende Machtder Ungläubigen, gesellten sich gegen daS Ende des Som-mers zahlreiche Schaaren aus allen Weltgegcndcn dem Un-garischen Heere zu, mit einer Begeisterung, die an diealten Kreuzzüge erinnerte. Nicht nur kampflustige Mann-schaften aus Baiern, Franken, Schwaben und andern Deut-schen Ländern, sondern vorzüglich auch Französische undBurgundische Krieger, wünschten an dem Verdienste Theil

1) Non. V, 5W. 357. 358. 368. 416. voN. III, I, 116.

24»