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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
Entstehung
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In dir erste Zeit der Wirksamkeit des Burggrafen auHeinrichs Hofe fiel die Ordnung der Hcirathsangelcgcn-heitcn des jungen Königs, dessen Vermählung mit einerÖsterreichischen Herzogstochter, im November 1225 zuNürnberg, mit großer Pracht gefeiert wurde'. Dann be-gleitete der Burggraf den König auf vielen Umzügen durchdas Reich, namentlich im Jahr 1229 nach Tricnt, wo am11. Juni ein wichtiger Vertrag mit der Krone Frankreichzu Stande kam, im Jahre 1227 nach Aachen, wo Heinrichseine Gemahlin Margareth als Königin krönen ließ, so wiehicrnächst nach Sachsen, wo der König nach dem Tode desHerzogs Heinrich Ansprüche auf Braunschwcig durchzusetzensuchte. In solcher Thätigkeit erscheint der Burggraf auchnoch das folgende Jahr hindurch bei vielen ReichSvcrhand-kungen, neben dem Herzoge Ludwig von Baicrn, dem Vor-munde des Königs, diesem zur Seite

Aber der Kaisersohn war der Leitung durch Vormün-der und Räthe, die seine freie Entschließung einengten,längst überdrüssig. Er hatte nie zu gehorchen, aber vorder Zeit zu gebieten gelernt und ließ sich selbst die väter-lichen Anordnungen ungern und nur als unvermeidlichenZwang gefallen. Sobald daher die Kunde nach Deutsch-land kam, daß sein Vater, der Kaiser, sich nach dem gelob-ten Lande eingeschifft habe, cmancipirte er sich selbst.

Seinen Vormund, den Herzog Ludwig von Baiern,überzog er mit Krieg. Seine alten Räthe wurden vomHofe entfernt. Am 17. Juni 1229 wird der Burggraf

1) Oliron. clkmsti'i Xeov. Nei ?ei5 8o-ipt. II, 412 n.^,.

2) ^VIi, <1. Iwi-I. ». 0. 8. 87, Xoto, n. 8. 109.