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sei? Colalto, welche bis zu der behaupteten Abzweigungzurückreichten, giebt es nicht. Der heilige Meinrad aber,der um die Mitte des neunten Jahrhunderts den Märthrcrtoderlitt und über dessen einsamer Klause, im Alpenthale bei Zürich,sich später das Kloster Einsiedeln erhob, gehörte wahrscheinlichüberhaupt keinem Herrengeschechte an, wenn er auch seitdem 15. Jahrhunderte in dem Zollernschen Hause in Schwa-ben als Familienheiliger verehrt worden ist. GlaubhafterBerichterstattung zufolge stammte der fromme EinsiedlerZwar aus dem Sülichgau, einer von Zollernschen Besi-tzungen vorzüglich erfüllten Gegend des Schwabcnlandes,aber aus einer unbemittelten Familie'.
Au die erwähnten Ueberlieferungen über die Herkunftder von Zollern aus Troja, Rom oder der Lombardei,hat sich in neuester Zeit in Bezug ans ihr frühestes Auf-treten in Schwaben ein weiter Bereich von Vermuthungenmit historischem Hintergrunde angeknüpft. Sie stützen sichvorzüglich aus die an sich begründete Wahrnehmung, daßim Mittelalter die Taufnamen fast regelmäßig in einerFamilie vererbten, indem mit seltenen Ausnahmen Söhnenund Töchtern immer wieder die Namen ihrer väterlichenund mütterlichen Ascendentcn oder von Seitenverwandtenderselben beigelegt wurden. Regelmäßige Wiederkehr dernämlichen Tanfnamen bei nach einander in einer bestimmtenLandcsgegend und in ähnlichen Standesverhältnissen auf-tretenden Personen, vermag daher für die Zeit, in der esnoch keine erbliche Familiennamen gab, zur Verfolgung der
1) Vita L. Nviui'iMi M IVN. v. Ktiilü-ieü's Xuustäsiikmaleii.Loll. .I-ui, II, 282. Lvearä IV. orieut. II, 48ö.