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1 (1861) Die Grafen von Zollern und Burggrafen von Nürnberg
Entstehung
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Eine solche Lage, bei der weitreichende Aussicht den her-anziehenden Feind aus der Ferne schon wahrzunehmen gestattete,schroffer Absturz den Angriff des Platzes erschwerte und dieWiderstandsfähigkeit desselben nicht durch Wassermangel ge-schwächt wurde, mußte unter den Verhältnissen des Mittelaltersvorzügliche Aufforderung zur Gründung einer Burg enthalten.

Wann und von wem diese zuerst bewerkstelligt wordensei, ist jedoch nicht zu ermitteln. Die Geschichte der Burgreicht nicht bis zu deren Ursprünge zurück und die verbreiteteAnnahme, daß sie ein Römerbau gewesen, stützt sich nurauf unsichere Muthmaßungen.

Erwiesen wird das Dasein einer Zollerburg erst durchden Umstand, daß um die Mitte des elften Jahrhunderts(1061) von ihr benannte Männer in den Geschichtsbüchernjener Zeit erwähnt werden U Die Burganlage auf demZoller ist daher vielleicht nicht viel früher erfolgt, als dieGründung einer Burg auf dem Staufen, einer ebenfallsder Schwäbischen Alp angehörigen Gcbirgshöhe, die mitjenem den Vorzug theilt, die Wiege eines Königs-Ge-schlechtes auf ihrem Gipfel getragen zu haben. Die BurgStaufen wurde aber erweislich erst in der zweiten Hälftedes elften Jahrhunderts von Friedrichs von Büren SohnFriedrich, der von ihr den Namen annahm, gestiftet

Wie die Zollerburg in der folgenden Zeit bestand,war sie von großem Umfange und seltener Wehrhaftigkeit.Alte einheimische Dichter preisen sie als die Königin unterden festen Burgen des Schwabenlandes:

1) Lei-toläl d. ?srtii Noii. tZsriri. V, 272.

2) Dp. WiNMäi 384 d. ZMrtsus Doll. »mpl. II, 557.