Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
252
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§ 14. Noch muß mehr als ein Cnriosum hier ange-führt werden, da cS fraglich bleibt, ob überhaupt derselbevon Adel und zu welcher Linie er zu rechnen, ist, daß Mat-thiaß Winterfeld Kloster-Pförtner zu Maricuflicß war,dem nach einer Notiz in alten Papieren vom Teufel dasGenick abgestoßen sein soll. Zum Verständniß führt eine Ge-schichte in dem Volkskalender vom Jahre 1841, worin in demHerenprozeß des Fräulein Sidonia von Bork, der 16t!)der Prozeß gemacht wurde, erzählt wird; daß sie auch beschul-digt worden, sie habe den Klosterpförtncr von Winterfeld undandere durch Gift gctödtet. In Barthold's Geschichte Pom-merns I V. k>. 486 et segn. ist dieser Proceß ausführlich ausamtlichen Quellen mitgctheilt und dasselbe angegeben. Er istnicht ohne Interesse für die damalige Art der Rechtspflege.

K 15. Bevor wir diese drei bereits ausgestorbenenLinien schließen, müssen wir noch Persönlichkeiten erwähnen, dieuns bekannt geworden, und unser» Geschlechtsnamen führein

Styrnad von Wintcrfeld war 1396 Kammermeisterdes König Wenzel von Böhmen, und im Pfandbesitz derberühmten Bergfestnng Königstcin. Diese Festung gehörte langeZeit schon der Krone Böhmen; 1289 besaß sie der böhmischeVasall der Burggraf Ranuald von Nymanz, der seinenSitz in Rathen hatte. 1396 Styrnad von Winterfeld;der Burggraf von Dohna war aber unter ihm Schloßhanpt-mann daselbst, später scheinen die Dohna's diese Festungganz an sich gezogen zu haben (2«). Wir können natürlicherWeise nicht die Bürgschaft übernehmen, daß dieser Winter-feld zu unserm Geschlcchte gehöre, weil uns kein Siegel vor-liegt, indessen gewinnt es doch sehr an Wahrscheinlichkeit, wennman sich erinnert, daß Kaiser Carl, Wcnzel's Vater einnaher Verwandter des Herzogs Sw antebor von Pommern-Stettin, und 1374 längere Zeit mit seinen Söhnen WenzelSiegismund und Johann in Prenzlau mit ihnen vereint