Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
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Winter feld verwundet worden sei. Andere Zeugen, diemehr Parthei für Otto Blankenburg nehmen, und mitdiesem die Schuld ans Hans Boytel zu wälzen suchen, sa-gen: daß Otto Blankenburg sich entsetzt habe, als HansWinterseld aufgeschrien, er sei verwundet und habe doch selbstkein Gewehr in der Hand und an der Seite gehabt, auch habeer gesprochen: Hans Boytel hast Du das gethan. Ausden mehrfach sich durchkreuzenden Zeugen-Aussagen, auch selbstdes Gesindes im Hanse, geht doch soviel hervor, daß derStreit mehr ein zufälliger wenngleich allgemeiner gewesen,und daß der eigentliche Thäter und Tödter Otto Blan-kenburg sei, dessen Stoßdegcn die Wunde verursachthabe. Der Meister Krcwitz weiß von dem Beginne desStreites nichts, sondern habe nur den Winterseld gesehen,als er verwundet gewesen, und nur bedauert, daß ein so jungerHerr so früh sein Leben lassen müsse. Die Wunde scheint vonHause aus tödtlich gewesen zu sein, nnd Hans Winterseldbald nachher an derselben verstorben, nnd zwar, wie hieraushervorgehen dürfte, in noch jugendlichem Alter nnd unbeerbt.Die Zeit ist nicht ersichtlich, doch muß es der Anfang des 10.Jahrhunderts gewesen sein, denn um diese Zeit lebte einMartin Ho Itzendorfs zu Prenzlan nnd auch ein OttoBlankenburg ans Wolfshagen; auch werden jetzt schonAnthcile von Schönermark im Besitz der Holtzendorffegenannt (ts).

Es stand dieser Fall, wie oben beschrieben, zu seiner Zeitnicht allein; denn ans der Sühne zwischen Heinrich Fah-renholz nnd Adam Fahrcnholz, welche Werner vonder Schulen bürg bekundet, ersehen wir, daß des erstenVater Gerike Fahrenholz, des letztern Bruder ClausFahrenholz, getödtet hatte. Dem Heinrich wurde durchSchiedsrichter zuerkannt, außer vielen Leistungen an die Geist-lichkeit, 20V Gulden zu zahlen; auch 50 Mark Vinkcnaugen