fortsetzten und ihn erst 1354 friedlich beendeten, suchte Bar-nim ZU. von Stettin aus dem Wirren in der Mark Vortheilzu ziehen. Erst sich an den falschen Waldemar anschließend,dem auch vertragsmäßig sich 31 Städte der Mark und unterihnen sämmtliche Ukermärksche ergeben hatten, nahm er dieUkermark in Besitz; dann sich wieder zu Ludwig wendend,ließ er sich von demselben den 21. Deeembcr 1349 das platteLand mit seinen Vasallen aus den Vogteien Jagow undStolpe förmlich überweisen. Als endlich in Brandenburg 1355,durch das Abtreten der Askanier vom Schauplatz, ein Still-stand eingetreten war, veranlaßte drückende Geldnoth denMarkgrafen Ludwig die ganze westliche Hälfte der Ukermarkmit Brüssow und Zichow ewiglich an Pommern abzutreten,wofür er indessen die östliche Hälfte mit Boytzenburg undJagow zurückerhielt; auch trat in demselben Jahre Prenzlauwieder zum Gehorsam des rechtmäßigen Landesherr» zurück.
§ 3 So war die öffentliche Ruhe im Norden wiederhergestellt, als ein für Pommern wichtiges Ereigniß, das Aus-sterben der alten Grafen von Gützkow eintrat. Die Anga-ben über die Zeit lassen es unentschieden, ob 1357 oder 1359.Diese Grafen hatten in den vielfachen Streitigkeiten der Her-zoge fast immer eine selbstständige Stellung behauptet, und sichmehrfach zu Mecklenburg gehalten, und dadurch die namhaftenAdelsgcschlechtcr, die zu ihnen in wenig aufgeklärter, wenigstenssehr partieller Lehnöabhängigkeit standen, mit scheinbarem Rechteauch hinübergezogen. Als ihre Vasallen werden genannt Wdie reichbegüterten Geschlechter: die Beeren, Winterfelde,Hörne, Owstine und andere. Das Landgebiet sollte ge-mäß des Theilnngsvertrages von 1295, durch die Pecne ge-schieden, an beide Hcrzogshäuser fallen, indessen hielten sich dochdie Vasallen meist zu den nördlichen Nachbarn. Das alteGrafenschloß verfiel einem schmäligcn Schicksal; in der zerrütte-ten Zeit um 1399 befürchteten die Bürger von Grcifswald