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Vcrdcrbniß der Zeit geblieben sei, auch ihn hat gewiß dieMacht des Bösen durch blendenden Glanz verlockt, und ihncm kriegerisches Treiben gewöhnt, den entferntem Kriegen, diereicheren Gewinn versprachen, im Vertrauen ans sein pommer-schcS Schwert, zugeführt; so dürfen wir annehmen, daß auchpommcrschcr Adel sich dem Markgrafen Ludwig anschloß, alser 200 Helme im Jahre 1339 dem Könige Eduard vonEngland zum Kriege gegen Philipp von Frankreich zu Hülfebrachte, und gleichfalls 1312 bei ihm war, als er mit ebenso viel Helmen zum Schutze nach Lübeck zog, Haben wir an-gedeutet, daß Streben nach Gewinn den Adel aus der Hei-math in fremde Kriege führte, fo dürfen wir auch nicht diegewiß häufig zur Geltung gekommenen edleren Motive seinerHandlungen verkennen. Durch Partheinahme für den Mark-grafen und seine Verbündeten schloß sich der PommerscheAdel auch der kaiserlichen Parthci an, er fühlre sich im großenund erbitterten Kampfe gegen das Pabstthum und gegen Frank-reich, er kämpfte somit trotz Bann und Jnterdict auch für seinliebes deutsches Vaterland; dies Gefühl schon mußte ihn erhe-ben, und dem kleinlichen Getreide der engem Heimath nochmehr entfremden. — Auch in den Wirrnissen durch den falschenWaldemar verharrte in der großen Mehrzahl der Adel indiesen Gesinnungen und blieb bei Ludwig, während dieStädte lüstern nach immer neuen Privilegien sich (mit Aus-nahme weniger) dem Falschen Hingaben. Der Trieb infremde Kriege zu ziehen war einmal geweckt, war es zu ver-wundern, daß es bei dem Adel im Norden, dem die Hcimathweniger Reize bot als die sichere Burg des Südens auf wald-mnkränztem Bergesgipfel, dies bald allgemein wurde und Jahr-hunderte hindurch fortdauerte. Gewiß wenige adcliche Familiender Marken und Pommerns werden nicht Glieder aufzuweisenhaben, die ruhelos endlich ihr Grab fern von der Heimath infremder Erde fanden.
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