Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
174
Einzelbild herunterladen
 

ren Orten zu suchen haben, als in der alten Heimath in Pom-mern; dies führt uns zu der Thatsache, daß nach den bekanntenFestsetzungen des Frankfurter Vertrages, dessen Rückwirkung aufdie Unsrigen wir theilwcise schon kennen gelernt haben, eineEntäußerung der alten Besitzungen statt fand, worauf dann alsunvermeidliche Folge eine Auswanderung in andere befreundeteLänder eintrat. Wir führen nochmals an, daß die alten Bur-gen in Anderer Eigenthum übergingen, daß Kagenow zwarder Familie verblieb, doch gebrochen war und nicht wieder auf-gebaut wurde; daß nun ein Geschlecht, welches nach der VäterWeise in Waffen aufgewachsen war, das Schwert einstecken sollteund als Zaunjnnker sich begnügen, ans einem bescheidenenGütchen seinen Acker selbst zu bebauen, in Groll und Wehmuthsich verzehrend, läßt sich nicht begreifen, so schnell konnten dieSöhne mannhafter Väter sich nicht umwandeln. Wir habenhierdurch indireet den Beweis für die Auswanderung gegeben,und gewinnen ihn direct dadurch, daß wir alsbald in vielenGegenden, und zwar im eigentlichen Hinter-Pvmmern, in derUkermark, im Lande Mecklenburg, insbesondere um Grabowherum, und vor Allem in der Pricgnitz Glieder unseres Ge-schlechts auftreten sehen, die nur von Pommern aus dorthingegangen sein können, da wir vor dieser Zeit in den Urkundennichts von ihnen erfahren. Eine solche Auswanderung ist wohlnicht eine plötzliche allgemeine gewesen, hierdurch würde mehr derEindruck einer Verweisung hervorgerufen worden sein, und dazufehlten die Gründe, sondern gewiß eine allmählige, wie dieVerhältnisse eine Abwickelung der hcimathlichcn Angelegenheitengestatteten, und die Veranlassung sich fand. Fragt man nunnach dieser Veranlassung, so tritt diese genugsam hervor; wirwissen aber auch urkundlich, daß die Mecklenburger Herrenihnen verpflichtet waren, und ein näheres Verhältniß auchanerkannten; wir wissen serner, daß die Winterfelde bereitsals Pommersche Vasallen, Anhänger Markgraf Ludwigs