Am 1. August genannten Jahres setzte sich eiu solcher Zugvon 6VV00 Kreuzträgern, bedeutender wie je zuvor, in Bewe-gung, geführt durch Herzog Heinrich den Löwen von Sachsenund den Markgrafen Albrecht der Nordmark, die beiden be-deutendsten weltlichen Fürsten, im Anschluß vieler geistlicherWürdenträger, von Fürsten, Grafen und Edlen aller Art, zumeistans dem nördlichen Thcil Deutschlands; er überschritt die Elbeund unterwarf verwüstend die schon zum Theil christlichenSlavenländer. Die Erfolge dieses und der spatcrn blutigenKämpfe sind bekannt, sie schufen für Markgraf Albrecht dieMark Brandenburg, die unter seinen nächsten Nachfolgern sichnach allen Seiten hin vergrößerte; während sie dem HerzogeHeinrich meist nur für seine Zeit die Lehnsoberhoheit über diedurch ihn gestifteten deutschen Grafschaften Schwerin und Ratze-burg und die alten Obotritcn- und Wendenfürsten brachten.An diesem Zuge, der ein Krenzzug zur Bekehrung der Heidenwar, und daher im Geiste der Zeit als ein heiliger galt, hatsich wohl der gesammte waffenfähige Adel aus den Erblandender fürstlichen Führer betheiligt; die Geschichte nennt uns aucheinen Gnnzelin von Hagen oder Bartenöleben, Ahn-herrn der Grafen Schwerin, einen Gnnzelin vonPeinaund einen Richard von Salz Wedel als mächtige Führerim Heere Herzogs Hcinrich's, beide elfteren stehen nnsermGeschlechte verwandtschaftlich, und der letztere heimathlich näher,so daß wir schon um deswegen des Gedankens uns nicht ent-ziehen können, daß auch die Ahnen der Winter felde kämpfendmit ihnen sich ihre spätere Hcimath erwarben. —
Eine Ucbersiedelung der Geschlechter im Sinne der Be-gründung eines festen Wohnsitzes fand jedoch jetzt noch nichtstatt, wenigstens ist dies von keinem erweislich; sie begann erstbei mehr gesichertem Besitz zu Ende dieses 12. Jahrhunderts.Die ans uns gekommenen Urkunden bestätigen dies in denMarken freilich zuerst nur von sehr wenigen, bei der Mehrzahl