Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
86
Einzelbild herunterladen
 

— 86 —

entweder gcir keinen oder wenigstens keinen zahlreichen Land-adel, sondern er befand sich größtcntheils auf markgräflichenBurgen, auf denselben oder in nahe gelegenen festen Hänsernwohnhaft. Enzelt und Beckmann führen in ihren Büchernüber die Altmark an, daß gerade um Salzwcdel herum die An-zahl der Burgen und Schlösser sehr bedeutend gewesen sei, diezu -ihrer Zeit theils noch erhalten waren, thcils noch durch ge-ringe Spuren von ihrem früheren Vorhandensein Kenntnißgaben.

Die in der Urkunde 1348 vorkommende Bezeichnung „indem Dorpe to Winterseld" möchte eben so sehr, alsauch die feste Lage an einem Bache, der zur Jeeze fließt, fürdiese Behauptung sprechen. Der Ort liegt ganz nahe an AltenSoltwedel, welches, wenn auch nicht der ursprüngliche Sitz derMarkgrafen, wie von Einzelnen behauptet wird, war; dochaber mit Sicherheit als der Stammsitz der Edelen von Salz-wedel, der Ahnherrn der Grafen von Gützkvw in Pommern,in deren Grafschaft wir die Winterfelde frühzeitig treffen,angesehen werden kann.

Nehmen wir also an, daß Winterfeld entweder auch einelandesherrliche Burg gewesen, auf welcher der Erste des Ge-schlechts als Burgmann gesessen; wie denn auch dieAlvens-leben und diese noch gegen die Mitte des 14. Jahrhundertsund die Barten sieben zuerst Burgmannen der Schlösserwaren, nach denen sie ihren Namen erhielten; oder ein soge-nannter freier Burg- oder Sattelhof, der nur mit einem Thurmeversehen war, der dem ersten des Geschlechts als ein Burgmannvon Salzwcdel zu eigen gegeben war. Zum Beweise dient noch,daß v. Ledebur (ss) anführt, daß der bekannte Adel des12. Jahrhunderts nur nach Burgen, die ursprünglich landes-herrlich waren, oder Städten seinen Namen geführt hat.

Was nun die Dauer des Besitzes, wenn ein solcher über-haupt stattgefunden hat, anlangt, so sind wir aus allem Vor-

!