Druckschrift 
1 (1858)
Entstehung
Seite
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P. W. Gerken in seinen Urkunden-Sammlungen liefern vielebezügliche Beispiele.

Nach Dreger'schen Urkunden (2l) verkauft Tesse-marus de Bonyn mit Einwilligung seines Bruders, einesv. Kamele, Hebungen in Strachmin.

In v. Ledebur's Archiv (22) nennt sich einer aus derFamilie v. Trefurt: Friedrich v. Spangenberg, diesesSohn Hcrrmann l. v. Bielstein. Ein jüngerer Bruderdieses Friedrich, gleichfalls Friedrich, nennt sich v. We-ih enstein, von dessen Söhnen nennt sich Herr mann v.Brandenfels, und der jüngere, der Domherr wurde,v. Hain.

In dem Riedel'sehen Coder sind gleichfalls viele Bei-spiele enthalten und in der Topographie der M. Brandenburgvon 1250 (23) heißt es: „Starb ein Edler mit Hinterlassungmehrerer Söhne und an verschiedenen Orten gelegener Güter,worin jene sich theilten, oder nahm einer der Söhne das vä-terliche Lehn wieder an, während seine Brüder gezwungenwurden um neue Lehne anzuhalten, so erblickt man in beidenFällen gewöhnlich so viel neu entstandene Familien, als Söhneoder Brüder verschiedene Orte zum Wohnsitz nahmen, wennnicht zufällig ihre Selbigkeit uns bekannt geworden, währendumgekehrt beim Aussterben eines Geschlechts, wenn der Wohn-sitz, nach welchem es den Namen getragen hatte, zugleich mitdiesem Namen, wie es wohl zu geschehen Pflegte, von einemganz anderen wieder angenommen ward, wir diesen gewißhäufig vorkommenden Wechsel nicht gewahr werden. BeiTrennung mehrerer Brüder in verschiedene Wohnsitze, nachwelchen sie den Namen annehmen, welchen sie auf ihre Nach-kommen vererbten, blieb das Wappen oftmals dasselbe. Dieseuralte Stammgenossenschaft hat den Grund dazu gegeben, daßman jetzt viele Familien mit anderen gleiche Wappen führen