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1 (1842) Bis zum Jahr 1255
Entstehung
Seite
189
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der Streitbare mit seinem Bruder Heinrich diesSiegel geführt. Es ist abgebildet in Bodmann'sRheingauischen Alterthümern, auf dem Titelblattdes zweiten Theils.

Gegen das Ende des Jahrs 1231 wollte KaiserFriedrich zu Ravenna einen großen Reichstag haltenund berief dorthin seinen Sohn, König Heinrich, diedeutschen Fürsten und Edlen und die Abgeordnetender Italienischen Städte. Aber die Lombarden be-setzten die Pässe der Alpen und ließen die Deutschennicht durch. König Heinrich und die meisten Deut-schen Fürsten, als sie den Weg gesperrt sahen, kehr-ten zurück, statt mit dem Schwert in der Hand sichdurchzuschlagen. Doch nicht alle Deutschen Fürstenund Edlen traf dieser Schimpf. Graf Heinrichvon Nassau war unter denen, die den Weg zumKaiser zu finden wußten.

Im Januar 1232 ist der Kaiser umgeben von denHerzogen von Sachsen, von Meran, von Kärnthen,dem Grafen Heinrich von Nassau, zwei Gra-fen von Sponheim, Werner von Boland u. A. underläßt, auf diesem Reichstag von Ravenna, eine diedeutschen Städte betreffende Verordnung von größ-ter Wichtigkeit. „Aus Mangel an Gesetzen (sagt erdarin) oder wegen Vernachlässigung derselben sindin Deutschland die verwerflichsten Gewohnheitenaufgekommen, wodurch die Rechte und Ehren derReichsfürsten beeinträchtigt sind und das Ansehendes Reichs gemindert wird. Unsrer Sorge liegt es