viclbegabte ") Kaiser, noch nicht drei und dreißigJahre alt.
Graf Walram von Nassau blieb in Deutsch-land zurück. Häufig finden wir ihn im Jahr 1196in Mainz, beim Erzbischos Conrad, der das Kreuzgenommen hatte und im nächsten Jahr nach Pa-lästina ziehen wollte. In den folgenden vier UrkundenErzbischos Conrad's wird Graf Walram als Zeugegenannt:
Das Dorf Ober-Josbach, (im Amt Idsteingelegen,) das früher zu dem weit ausgedehntenPfarrsprengel von Schloßborn gehört, hattenach und nach an Bevölkerung und Besitzungen sozugenommen, daß es darauf Anspruch machte, nichtlänger Filial zu bleiben, sondern eine selbständigeKirchengemcinde zu bilden. Um den Streitigkeiten,die dadurch entstanden waren, ein Ende zu machen,gewährte Erzbischos Conrad den Einwohnern jenesDorfes, was sie wünschten, fügte jedoch in derdarüber ausgestellten Urkunde die Bedingung hinzu,daß der Geistliche, der für Schloßborn und Ober-Josbach zugleich anzustellen sei, immer an erstermOrt wohnen solle.-**)-In einer andern Urkunde
*) Heinrich VI,, der mit so fester Hand das Steuer derRegierung gelenkt, war auch als Dichter ausgezeichnet;von ihm ist das schöne Lied, womit die ManessischeSammlung der Minnesinger beginnt: „Ich grüße mitGesänge die Süße."
") Vgl.S.63; Kremer II, S. 117; Bodmann S.43.*") Urkunde bei Joannes, Script. AoZ. II. 52S.