Druckschrift 
1 (1842) Bis zum Jahr 1255
Entstehung
Seite
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Land erkoren worden, und würdig stand an dieserStelle der Königsstuhl, bei dem so oft die Königs-wahl stattgefunden, bei dem so viele unsrer hohenKaiser die Fürsten des Reichs um sich versammelt.Wer ist dort vorübcrgewandcrt, der nicht entzücktstillgestanden! Man kann den Blick nicht abwenden,das Herz ist einem voll Seligkeit, wenn man vonder zwischen Hochhcim, Masscuheim und Erbenheimliegenden Hochebene herunterkommt und das amphi-theatralisch aufsteigende Mainz vor sich hat undden Rhein und dies ganze herrliche Land seineschönen Ufer entlang.

Alle Nachbarländer, von Jllyrien bis nach Spanien,hatten Ritter zu diesem Fest gesandt. Im Ganzensind, wie erzählt wird, 49,000 Ritter da gewesen.Unübersehbare Vorräthe von Lebensmitteln lagendort aufgehäuft. Man sah z. B. zwei Hallen, vongrößtem Umfang, von oben bis unten mit Hühnernund Hahnen angefüllt. Am meisten aber war derunermeßliche Wcin-Vorrath zu bewundern, den derKaiser rheinauf und rheinunter hatte kommen lassen.Er selbst erschien an der Seite der Kaiserin Beatrir,von fünf blühenden Söhnen umgeben. Das Truch-seß- und Schcukcn-Amt, das des Marschalls undKämmerers versahen Fürsten und Herzoge. Allesstrahlte Freude und Glück. Doch eine trübe Wolkezog heran. Als der Kaiser am h. Pfingstsonntage,kurz vorher, che die Prozession anfangen sollte, indie Kirche kam, die man in der Ebene, weit und tief,von Holz aufgeschlagen hatte, und um ihn her dieersten Bischöfe und Fürsten saßen, stand der Abt