von Fulda auf und sagte: Herr, ich bitte Ew. Er-laucht, mich anzuhören. Ich höre, erwiderte derKaiser. ES ist schon lange her, fuhr jener fort,daß der Herr von Köln, der da sitzt, die Abtei,deren Vorsteher ich durch Gottes Gnade und eureGunst bin, eines gewissen Rechts beraubt. Sprechtdeutlicher, unterbrach ihn der Kaiser. Die Kirchevon Fulda, sprach der Abt weiter, hat dieses Vor-recht von den alten Kaisern überkommen, daß, sooft zu Mainz ein Fürsteutag gehalten wird, der hie-sige Herr Erzbischof zur Rechten und der Abt vonFulda zur Linken des Kaisers seinen Platz einnimmt.Und weil der Herr von Köln so lange schon hierinunsrem Recht zu nahe tritt, so bitte ich, daß ihrEinsprache thut und er heute den mir zukommendenPlatz nicht einnehmen möge. Der Kaiser wandtesich an den Erzbischof: Ihr habt gehört, wasder Abt gesagt hat. Auf seine Bitte ersuche icheuch/ daß ihr heute unsre Freude nicht trübt undihm den Platz, worauf er ein Recht zu haben be-hauptet, nicht abschlagt. Darauf erhob sich derErzbischof. Wie es Ew. Erlaucht gefällt (sagte er),so geschehe es. Der Herr Abt mag den Platz, dener verlangt, einnehmen; ich aber, mit eurer Erlaub-niß, werde in meine Herberge gehen. Und als erim Begriff stand wegzugehen, erhob sich an derSeite des Kaisers dessen Bruder, PfalzgrafKonrad,und sagte: Herr, ich bin einer von des KölnersMannen; es ist billig, daß ich ihm folge, wohin erimmer gehem mag. Darauf erhob sich'der GrafRobert von Nassau: Auch ich, sprach er, werde
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