ten, zu ebnen, den Berg niedriger und breiter zumachen, um die Kirche hinzustellen. Früher gingdie Bergspitze so hoch wie später das Dach der Kirche.
Graf Ludwig von Arnstein konnte die neue Prä-monstratcnser-Abtci mit guten Stiftungen beden-ken, es blieben doch für alle seine Verwandtennoch viele Güter übrig. Er hatte das Patronatrechtüber zwciundficbzig Kirchen, die Gerichtsbarkeit(Vogtcch über Boppard, Wesel, St. Goar, Ober-und Nieder-Lahnstein, Koblenz und noch andereRheinische Städte so wie über den ganzen Gau,welcher Einrich hieß. Dies alles, sagt der Chro-nist, wie Staub der Erde achtend, gab er hin umein ewig Gut. Seine Würde als Gaugraf trater an die Ritter von Isenburg ab, die sie hernachan die Grafen von Nassau und Katzenelnbogenverkauften.
Erst die Nachkommen GrafRobert's von Lurcnburgbekamen die Gaugrafcn-Würde. Noch im Jahr1158 hatte sie Rcmbold von Isenburg Da-
mals lebte Graf Robert schon nicht mehr. Dochfinden wir ihn noch im Jahr 1152 in Köln,im Gefolge Friedrich Barbarossa's Seine
*) Urkunden bei Hontheim I. 548, SüZ, 575.
") sDer Name dieses Gaues hat sich erhalten. Noch heißtes da: „Uf dem Strich." (Anrich, Einrich.)^
Vgl. das dritte Kapitel.
»4-»») Urkunde bei Günther I. 331, wodurch die vonWenck (Histor. Abhandl. I. 76) und Kremer (Salisch-Nassauische Gesch. S. 385) aufgestellte Vermuthung, daßGraf Robert 1151 schon todt gewesen, beseitigt wlrd.