Hinunterschossen, zu befehden und niederzuwerfen,was des Weges zog. Bei dem Grafen reifte derEntschluß, seine Burg zu einen: Kloster zu machen.Gräfin Jutta widerstrebte Anfangs, hernach stimmtesie ihm bei. ES war damals die Zeit, wo derOrden des h. Norbert, der einige Jahre vorhergestorben war, von einem Ende Deutschlands zumandern sich ausbreitete. Ein Verwandter Ludwig's,Graf Otto, hatte in Sachsen das Kloster „GnadeGottes" für Mönche dieses Ordens gestiftet. GrafLudwig reis'te dahin und brachte zwölf Norbertinermit nach Arnstein zurück. An ihrer Spitze warGottfried, früher Scholastcr zu Magdeburg und Ge-fährte des h. Norbert, von den Brüdern, die mitihm gekommen, als ein Mann von höherer Erleuch-tung verehrt. Diesem übergab im Jahr 1139Graf Ludwig sein Schloß Arnstein. Dann übergaber ihm sich selbst, und nahm das weiße Gewandder Norbertiner. Mit ihm gingen Markward, seinKaplan und Schreiber, Ritter Schwikart, sein Truch-seß, und noch fünf andere Ritter in's Kloster. Manfing an, das Kloster zu bauen, die Burg abzubre-chen, die so schön nnd fest war. Zuerst aberbaute man für die edle Gräfin Jutta an der Seitedes Berges eine stille Wohnung; da blieb sie vonnun an, wie in einer Klause, ihr Leben lang; durchein kleines Fenster konnte sie aus ihrem Zimmerauf den Altar der Kirche sehen und die Messe, diePsalmen und Gebete hören. Nachdem die hohenThürme, die dicken Mauern der Burg niedergerissen,suchten die Mönche auch die Höhe, so viel sie konn-
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