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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Judenhalten. Judenschlacht, 1349. Schwarzer Tod.

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unterm 21. April 1330, das zur Burg Chronenberg gehörige Thal (Dorf,die spätere Altstadt), mit dem damaligen Rechte der Reichsstadt Frank-furt. Er gestattet die Ummauerung des Ortes. Ferner erlaubt er seinemGläubiger: zu Kronberg zwölf Juden zu halten (zu besteuern). Diesewarenkaiserliche Kammerknechte," Eigentum des Kaisers.

Sie zahlten an die kaiserliche Kammer: vom 12. Lebensjahre anzu Weihnachten: 1 Goldgulden als Leibzins; ferner: Schutzgeld, eineArt Gewerbesteuer, die auf Zeit akkordirt wurde ; Huldigungsgebür, eineKronsteuer mit der sie Leben und Vermögen vom neuen Kaiser lösten,den 3ten Pfennig; dazu: Kriegssteuern und den Zehnten von ihremErwerbe u. s. w.

Am 24. Mai 1241 war in Frankfurt eine grosse Verfolgung ausge-brochen, dieerste Judenschlacht." Dafür lastete des, dadurch beträcht-lich geschädigten Königs Konrad IV gerechter Zorn sechs Jahre langauf der Stadt. Um das Jahr 1348 verbreitete sich ein zweiter grosserJudenmord über Mainz, Speyer und Worms. Die Geissler und derschwarze Tod stachelten dazu auf.

Die Pest raffte damals ein Fünftel bis ein Sechstel aller Lebendenhinweg; in Mainz starben täglich 100 Menschen, dort wird der Seuchelängeres Auftreten in den Jahren von 13571451: zwölfmal erwähnt.

In Frankfurt entrannen derzweiten Judenschlacht," am 24. Juli1349, nur wenige.

Was der Zeit zu Kronberg insbesondere geschehen, erfahren wirnicht. Wohl aber lesen wir in der Limburger Chronik:Dass das Volkden grossen Jammer sähe vom Sterben, das auffm Erdreich war, dafielen die Leut gemeinlich in grosse Reue ihrer Sünden und suchtenPoenitentien und thäten das mit eignem Willen und nahmen den Pabstund die heilige Kirch nicht zu Hülff und zu Rat, das grosse Thor-heit war und grosse Unvorsichtigkeit und Versäumnis und Verstopfungder Seelen."

Als später Seuche und Judenschlacht vorbei warda hub dieWelt wieder an zu leben und fröhlich zu sein und machten die Mannneue Kleidung (Trachtenmode)."

Die jüdische Gemeinde war ein sehr schnell wiederwachsendesKraut. Im Jahre 1390 sind sie, als Geldleiher, der fränkischen Weltabermals so über den Kopf gewachsen, dass König Wenzel, zu Nürn-