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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Pflngstfest Barbarossas zu Mainz, 1184.

Unter Heinrich I (91936) warfen unsere Eschborne, als Reiterschwer gerüstet und vom Buckelschilde gedeckt, auf ihren kleinen halb-wilden westerwälder Hengsten an der Unstrut die Ungarn nieder.

Wohl lagen sie auch:hie Weif, hie Waibling," mit Konrad IIIvor Weinsberg (1139). Staunend sahen sie wenn die hübsche SageGeschichte wäre den Auszug der treuen Weiber und erfreuten sichdes herrlichen Spruches:an einem Königswort soll man nicht drehennoch deuteln."

Andächtig hörten Walter I und die Seinen den frommen Bernhardvon Clairvaux im Dome zu Frankfurt (1146) das Kreuz predigen und er-bauten sich an seinen Wundern. Ergriffen nahm wohl einer von ihnenunter König Konrad im Dome zu Speyer das heilige Zeichen. Nebstden übrigen70,000 (!) geharnischten Rittern" fand er ein gottgefälligesEnde in dem ungeschickten und mislungenen Zuge. Ein Franko undHartmut standen um Friedrich den Rotbart als er, 1152, auf dem Klapper-felde vor Frankfurt durch das altdeutsche Zusammenschlagen der Schildezum Könige erkieset wurde. Sie halfen ihm auf der Tiberbrücke (1155)die verräterischen Römer züchtigen und, dort zu Rittern geschlagen,das trotzige Mailand bändigen.

Fröhlich dienten ihre Söhne an des Kaisers Pfingstfeste, 1184, zuMainz, das der Chronist als das Fest der Schwertleite beschreibt:Zujener Zeit berief Kaiser Friedrich (I) nach Mainz den berühmten undgepriesenen Hoftag . . . damit er seinen Sohn, den König Heinrich (VI)zum Ritter mache. Es kamen aber zusammen alle Fürsten und Grossen;die erhabene Schaar der Erzbischöfe und Bischöfe, die Könige, dieFürsten und die Menge der Edelleute, die alle dem Kaiser wetteiferndgefällig sein wollten. Was soll ich von der Fülle, ja dem Ueberflusseder Febensmittel sagen, die hier aus allen Ländern zusammengebrachtwaren? Da war ein Vorrat Wein, der den Rhein herab und hinaufgefahren worden war, wie beim Gastmahl des Ahasverus; ohne Maassnach jedermanns Bedürfnis und Belieben wurde daraus geschöpft.Damit man sich aber von diesen übermässigen Vorkehrungen eine Vor-stellung mache, will ich von einem der geringsten erzählen. Es warenda zwei grosse, innen geräumige Häuser errichtet, überall mit Sitz-stangen ausgerüstet, die vom Gipfel bis zum Fussboden so mit Hähnenund Hühnern gefüllt waren, dass kein Dieb in sie einzudringen ver-