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Helmkleinode des Flügel- und Kronenstamms.
hundert ein vom Schilde unabhängiges Emblem, ein „Kleinod." Siesind unendlich verschieden. Wir finden bald, als eines der häufigsten:einen „Flug," das heisst: zwei, etwas hinter die Schläfen gesetzte Flügelauf dem kronberger Wappen des älteren Stammes, desjenigen ohnedie Krone. Die Flügel waren wohl niemals natürliche Flederwische,sondern aus Holz oder Blech oder Flechtwerk hergestellt und mitFedern besteckt. Dann wurden sie von den Ehrenholden im vorschrifts-
mässigen Wechsel farbig verziert:quer, mit rot und den blauen Eisen-hütchen auf Silber. Der sie führen-de Zweig des Geschlechtes Kronbergnannte sich davon der„Flügelstamm." Derandere mit der Krone ?g|im rechten Obereck:der „Kronenstamm"zeigt gleichzeitig aufdem gekrönten Hel-me, statt der Flügel,ein gefiedertes oder geschupptes,nach oben spitz zulaufendes Kleinod,das im Faufe der Jahrhunderte nach Geschmack und Ungeschickin vielerlei Abwandlungen gezeichnet wird.
Auf dem, in der Kunstgeschichte berühmten Grabsteine Hartmuts VI(47 K) von 1372, in der Burgkapelle zu Kronberg, erscheint es alsHahnenbusch; später wird es hutförmig, endlich — völlig sinnlos alsTannenzapfen dargestellt. Nicht unwahrscheinlich möchte das seltsameKleinod als ein, mit Pfauenfedern besteckter Hut (Turnierhut) anzu-sprechen sein. Ein solcher ziert in der Manesse'schen Handschrift dasHaupt eines Ritters. Leider hat der Kronenstamm sein Helmkleinodniemals selbst benannt. Die Krone im rechten Obereck seines Wappensführt uns jetzt nachträglich zur Erklärung des Beinamens Hartmuts II(11 K): Sule. Diese ist den Forschern bis heute entgangen. Nichteinmal Vermutungen sind aufgestellt. Vielleicht fände sich ein Licht-schimmer, wenn wir in der Urkunde von 1239 statt des „1" ein „r"lesen dürften: „Sure." So lautet der Name eines der Ganerben-