IX. Das Wappen der Kronberge.
Rsprünglich führte der Kriegsmann in „Waffen" seingemeinsames Abzeichen auf der gemeinsamen Fahne;dann das persönliche auf seinem Schilde. Endlichwurde, um 1170, letzterer der alleinige Träger. „Wap-pen" bedeutete nun das Bild auf dem Schilde. Dieserwar von Holz, seit Urzeiten durch einen Ueberzugvon Thierhaut oder Leder geschützt; statt dessen auchhäufig mit aufgenageltem Pelzwerke verziert, demsogenannten „Feh." Es kam von einem nordischen Eichhörnchen, dasauf dem Rücken blaugrau, am Bauche weisslich war, also in den Ver-sandt - Bündeln bunt erschien: varius; französisch: vaire; russisch:fewan. Wenn die kleinen Felle neben einander aufgenagelt waren,entstand von selbst der Wechsel der beiden Farben: blau auf weissemGrunde. Ursprünglich unbestimmt wolkig gezeichnet, als natürliches„gemeines" Wappenbild, wurden die blauen Stücke später, als man siein eine feste eckige Form zurecht stutzte, ein „Heroldsbild." DieKunde vom Pelzwerke verlor sich und man nannte die Figuren: Zinnenoder Eisenhütchen, später auch wohl : Kacheln. Mit diesen erscheintvon Anfang an im kronbergschen Geschlechtswappen das allgemeinerote Schildchen quadrirt, also heroldsmässig angeordnet. Vermutlichwar diese fränkische Nationalfarbe aus der Fahne, als Lasur, auf denSchild übertragen.
Die Waffen des Kriegsmannes vererbten sich; mit ihnen dieursprünglich persönlichen Wappen.
Gegen das Ende des 12. Jahrhunderts trat in der Bewaffnung derTopfhelm auf; er war oben beinahe flach. Die unschöne Oberflächeforderte Verzierung. Dieser Helmschmuck, Zimier, wurde im 13. Jahr-