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Versorgung der Schwächlinge durch die Tonsur.
übliche Versorgung der Schwächlinge und der Jüngsten; diese hattendann auf ihren Anteil am Familiengute zu verzichten. Früh mussteder Knabe Abhärtung, Mühsal und Entbehrung ertragen, fest im Sattelund gewandt im „Schirmen" (Fechten mit Schwert und Schild) sein:
„Aller hande riter spil„Lerten in die riter vil,
„Buhardiren und stechen,
„Die starken sper zerbrechen,
„Schirmen und schiessen. —
Wenn der Knabe fehl schlug, so schickte man ihn in die Kloster-schule, als passende Vorbereitung für einige fette Pfründen, die schonvorläufig gesichert wurden, längst ehe er die Priesterweihe erhielt. DasReiten und Fechten musste schon im zartesten Alter beginnen, denn„swaz z'(u) eime haggen werden soll, daz krumtet sich viel vrüge."Dagegen: „Ein phafife lieber aeze starck und veste mursel (morcelles),denn er ze Kamphe würde snel, Und uf ritterlichen strit." . . .
III. 9 und 10. Johann und Nikolaus,
genannt von Croninberc, mit dem Wolfskeel-Wappen (37b und c, U).
Die Herren der Grafschaft Wolviskel (zwischen Oppenheim undDarmstadt), verkauften diese im Jahre 1252 an den Erzbischof Gerhard Ivon Mainz (ein Wildgraf, comes hirsutus). Walter (III, 7 U) vonAschenburnen, der Domherr ist Zeuge. Die Verkäufer erhalten gleich-zeitig die Burgen in Wolfskeel zum ewigen Besitze als Lehne. Sie wurdendadurch Ministerialen des Mainzers. Im Jahre 1277 verkaufen Ritter Bur-kard von Wolfskeel und seine Söhne dem Kloster Eberbach Güter inLeheim und ihren Dinghof im benachbarten Dorfe Beinsheim, mitAusnahme jedoch des vierten Teils des Gerichtes daselbst, so denBrüdern Johann und Nikolaus, genannt von Croninberc, gehörte. LetztereBrüder und die Herren von Wolfskeelen bezeichnen sich auch später,1309, gegenseitig als Blutsverwandte (consanguinei). Um ihre Siegelnennen sich die Brüder Johann und Nicolaus: de Wolviskeln. IhrWappen ist ein rechter Arm mit einem offenen Sackärmel; er hält inder Hand eine Lilie. Ebenso heisst 1278, 1296, 1298, Johann vonCroninberc: Burggraf (officiatus) in Wolfiskelen. Wir finden keineSpur von kronbergischen Eisenhütlein oder Feh. Nun nannten sich