Der König als Ehestifter der Reichsministerialen.
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von seinem Herrn (dem Könige) zum Weibe begehrte. Dann trat einMarschall vor das Haus, im Namen des Königs, also eines unabweis-baren Freiwerbers. Er that sein Begehren in folgenden Reimen kund :
Höret zu, ihr Herren überall,
Was gebeut der König und Marschall,
Was er gebeut und das muss sein,
Hier ruf ich aus: (Richilde Klobelauch)
mit (Wigand von Eschborn),
Heute zu Ehen, Morgen zu Lehen,
Lieber ein Jahr zu einem Paar.
„Damit war, so gut wie durch Priestersegen, die Jungfrau desFremden Weib. Endlich setzten eines Vaters Muth und des KönigsHeinrichs Gnade (1232) dem Missbrauche ein Ziel. Einst erblickt einAdelsschalke die Tochter des Schöffen Johann von Goldstein und plötz-lich wird er, sei es von dem Jugendreiz der Dirne, sei es von derreichen Habe des Alten, gerührt. Weil aber der zudringliche FreierWiderstand fürchtet, gedenkt er die Jungfrau durch das Machtwort desKönigs zu erhalten. Da klagt Goldstein sein Leid dem Monarchen, derfür immer dem Jungfernraub ein Ende macht. In einem feierlichenBriefe aus Nürnberg vom Januar 1232, versichert er: dass er keinenBürger mehr aus den wetterauischen Städten, arm oder reich, zwingenwerde: seine Töchter oder Enkelinnen einem Fremden zu verloben,möge dieser ein Hofamt bekleiden oder nicht. Doch vorbehielt er sichdas Recht der Fürbitte."
C. 2. Walter III (7 U) von Eschborn.
Er tritt auf als Pfarrer zu Dyppach (Diebach am Haag) 1232; alsDomherr zu Mainz ist er in vielfachen Urkunden, von 1235 bis 1252,Schiedsrichter und Zeuge.
C. 3. G ise 1 be rt (8 U) von Aschenburnen.
Am 9. Mai wird ein Streit Giselberts von Aschenburnen, Ritters,als Vatersbruder mit seinem Neffen dem Magister Ernst (18 U), wegendes Patronates zu Reiskirchen (bei Giessen) für letzteren entschieden.Am 5. Februar 1234 schenken Giselbert und seine Frau Kunigundisdem Kloster Arnsburg (bei Münzenberg) ihren Hof in Herlisheim (?)mit allem Zubehör, als „Seelgerette" (zur Rettung ihrer Seelen). Die