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Dritte Geschlechtsreihe. Eschborne und Kronberge. 29
A. 1. Franko II (10 F).
Franko tritt allein auf in einer Urkunde König Heinrichs VI 1238;Franko und Otto de Cruninberg zusammen am 22. Mai 1239. Am6. April 1240 schreibt Erzbischof Sigfried III von Mainz an Frankovon Eschborn und dessen Brüder: dass er auf ihren Wunsch die Ent-scheidung ihres Streites mit dem Domkapitel zu Mainz, wegen desPatronates der Kirche zu Nordenstadt, dem Abte Rimund von Eberbachübertragen habe. Aber erst in einer Urkunde, ausgefertigt zu Mainzam 12. März 1248, ziehen Franko II (F), Hartmut II (K), Otto I (K)Gebrüder von Eschborn, und Walter IV (13), der Sohn ihres Vaters-bruders, die Beleihung von Frankos II Sohn Berthold (29 F) mit derPfarre in Nordenstadt zurück. Sie erklären für sich und ihre Erben:das Domkapitel zu Mainz in der Ausübung seines Rechtes am Kirchen-satze ferner nicht stören zu wollen. Sie hängen ihr gemeinsamesSiegel und das ihres Vetters Walter IV (13) an. Franko II (10 F)von Eschborn tritt ferner als Zeuge auf in einer Münzenberger Ur-kunde vom Juni 1239. Darin erscheinen auch Hartmut II (11 K) undOtto I (12 K). Hier werden nur diese beiden als „Brüder" gekenn-zeichnet. Im Jahre 1248 wird Franko II (10 F) ausdrücklich als Haupt(senior) der Familie hervorgehoben; im Jahre 1250 ist er bereits todt.Er kommt nur mit dem Namen Eschborn vor. Wir haben ihn alsden Begründer der älteren, später: „Flügelstamm" genannten Linie derKronberge anzusehen.
A. 2. Hartmu t II (11 K)mit dem Beinamen Sule (Sure) ist als der Begründer der jüngerenLinie der Kronberge, „des Kronenstamms" aufzustellen.
Er erscheint als „Sule" und Eschborn: 1238, 1239, 1248; zuletztam 19. Januar 1250. Als „Croninbergk" tritt er auf: am 3. Dezember1235 in einer Urkunde des frankfurter Schöffengerichts, „Hartmanusde Kronenberc, villicus de Frangenfurth et scabini," (Burggraf undSchöffen); am 20. Juli 1238 und im Juli 1242 als Zeuge König Kon-rads IV im Fronhofe zu Frankfurt; am 6. März 1251 in einer pfälzerUrkunde; endlich am 21. Juli 1252, wo Erzbischof Gerhard I vonMainz den Gebrüdern Wolveskelin, gegen Verzicht auf ihre Grafen-rechte, drei Höfe in seinem Schlosse Wolveskel als Erbburglehen ver-