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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Notariatsprotokoll von 1614.

Daraus darf der Schluss gezogen werden: dass die Bauherrendamals noch nicht eine solche Felshöhe besassen. Erst im XIII. Jahr-hundert, nach der zweiten Besiedelung Frankens unter den Hohen-staufen, konnten die Eschborne sich auf dem natürlichen felsgekröntenBergkegel des Vordertaunus festsetzen, der später Kronberg hiess.

Die im Bergfried selbst vergeblich gesuchte Zisterne wird andessen Ostseite zu finden sein, wo das schmale Winkelmäuerchen einenkleinen Lichthof zwischen Turm und Wirtschaftsgebäude aussparte.Sämmtliche Dächer haben wir uns so geneigt zu denken, dass sie dort-hin abwässerten. Ein Brunnenschacht hat sich innerhalb der Ringmauernicht vorgefunden. Am Eingange vom Hofe in das östliche Wirtschaftsge-bäude ist eine offene Vorhalle anzunehmen, die auf dem Pfostenfundamentebei e ruhete. Dort sind auch Küche und Backofen, beide eingeschossig,zu suchen, denn an jener Stelle wurden im schuttgefüllten Teile des Ring-mauergrabens mehrere Bruchstücke von Brohler Tuffplatten gefunden.

Wie es gegen den Schluss des Daseins der Burg um diese aussah,darauf wirft ein Notariatsprotokoll vom Jahre 1614 einen schwachenLichtschein. Es fand ein Erbfall und eine Besitzergreifung statt:Danndas Burghauss zu Eschborn, voraus nachen Frankfurt am Ende, undinder Höhe" (Name der Feldlage), inwendig einem tiefen Graben gelegen.Darinn auf dem Oberstüble (im Wohngebäude) des Kellers (Verwalters)Bruder Philipps Pfalbächer, und den Hoffmann (Pächter) benamentlichJohann Hofe angetroffen und ihnen vorigen Inhalt der Requisition zu ver-stehen gegeben und hieruffer, in Signum apprehensionis, einen Spahnaus dem Thürpfosten ausgehauen, wie nicht weniger den Platz und Gar-ten darumher mit allen dazu gehörigen Pertinenzien mit einem ausge-hauenen vornen auf dem Graben stehenden Pflaumenbaum in wirklichenBesitz genommen." Dann verhandelte der Notarius nochmals mitvor-berührten Hoffmann auf dem negst daran stehenden herrschaftlichen hof."

Schliesslich ist noch eines anderen Fundes hier zu gedenken, einesvorgeschichtlichen, der jedoch trotzdem in beabsichtigter Beziehung zurErbauung des Bergfrieds gerade an dieser Stelle, stehen dürfte. Aufdem Plane finden wir in der Darstellung des Einschnittes durch densüdlichen Burghof, Richtung a b, eine Schicht grauer Aschenerde mitpraehistorischen" Scherben vermischt. Sie hat die Gestalt eines flachenHügelgrabes von 75 cm Höhe und erstreckt sich von a aus etwa