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22 Der Bergfried rekonstruirt.
in unmittelbarer Nähe setzt diese Annahme ausser Zweifel. Viele Ge-brauchsgegenstände des ehemaligen Haushaltes waren dem Schutte bei-gemengt: ein Ambos, zwei Spinnwirtel, ein Schlüssel, eine Bronze-lampe, zwei grosse Hundeschädel, viele mittelalterliche Topfscherben.Hier ist (etwa bei G) der 9-10 Meter über den Erdboden er-habene Eingang in den Bergfried zu suchen. Der Palas selbst, dergegen die Ringmauer stand, wurde bei B durch eine hölzerne Frei-treppe betreten. Auch wurde hier die Fundamentmauer des nicht unter-kellerten zweiten westlichen Wohngebäudes auf-gefunden, von dem das Burgthor überragt ward.Selbstverständlich waren die Nebengebäude ausspäterer Zeit als der Bergfried. Diesen selbst,in seinem Innern, gibt das hieneben vorge-führte, völlig gleichartige Gebäude der alten,1254 zuerst erwähnten Reichsburg Calsmuntüber Wetzlar getreu wieder. Wir sehen in derZeichnung vier Räume übereinander; der un-terste war nur durch eine Fallthür vom nächstoberen zugänglich und lichtlos. Die spärlicheEinrichtung dieses Gelasses in Eschborn ist völ-lig unberührt geblieben, seitdem am Tage derZerstörung der Brandschutt der oberen Ge-schosse in diesen Keller hinabstürzte. Dennauch beim späteren Abbruche des Turms undder Einebnung des Platzes zu landwirtschaft-lichem Gebrauche grub man nicht so tief hinunter. Die gesuchteZisterne ist darin nicht aufgedeckt; wohl aber fand man ein Viertel einerkleinen spätromanischen Säulenbasis mit Eckblatt, die nur ein Schmuck-teil am Kamin in einem der oberen Geschosse des Bergfrieds, wahr-scheinlich im Gelasse auf der zweiten Gebälklage, gewesen sein kann.