Der Burgstadl des 12. Jahrhunderts aufgedeckt.
21
gerundeten, oben abgestumpften Pyramide; ihre Basis ist etwa 25 Meterlang; sie war umgeben von einer 1,2 Meter starken Ringmauer, derenblosgelegter Fundamentgraben teilweise noch ausgemauert befundenwurde. Das Innere bildet den ehemaligen Burghof. Näher der west-lichen Strecke der Ringmauer stand der Bergfried, der 10,4 Meterim Geviert hielt. Seine 2,75 Meter dicken Mauern Hessen ein Turm-Inneres von 5 Meter im Geviert frei.
Für den Turmbau wurde zunächst die Grube bis zum gewachsenenLettenboden ausgehoben. Auf c
Die Ringmauer setzte man erst
später auf die Anschüttung, als diese sich hinreichend gelagert hatte.Vermuthlich half inzwischen ein Pallisadenschutz aus. Der Eingangzum Burghofe war im Westen, (s. Plan.) Wie man durch oder überden Graben gelangte, ist nicht mehr ersichtlich. Vermutlich vermittelsteines rasch abzuwerfenden Holzsteges. Dann umging der Eintretende,in dem engen Hofstreifen, nach links den Bergfried und gelangte bei Ezunächst in die Hauswirtschafts-, dann in die Wohngebäude. Diesezogen sich, im Osten und Süden, rings um den Bergfried. Siemüssen, in ihren oberirdischen Bauteilen, aus Holzfachwerk mit Lehm-stickung bestanden haben. Das doppelt schraffirte Gebäude, der Palas,stand auf dem unentbehrlichen Balkenkeller; sein Dachfirst stiess recht-winklig auf die Südostmauer des Turms. Eine Ablagerung von rot-geglühten Dachschiefern und von Brandschutt aus Fachwerkgebäuden
ihrem Rande ist letzterer rings-um bedeckt von einer dünnenSchicht, bestehend aus Bruch-stücken römischer Heizkacheln,sowie aus Splittern von Dach-und Verkleidungsziegeln. Dortwar der Werkplatz. Der dama-lige Bauherr nutzte dafür eine,wahrscheinlich nächstgelegene,römische Baustelle aus. Als derTurm fertig war, wurde derBurghügel mit dem Ausstichedes Burggrabens angeschüttet.