III. Der Burgstadl neben dem Fronhofezu Eschborn.
N den alten Fronhof zu Eschborn grenzt nord-l westlich ein beträchtliches Wiesenstück, dessen
Oberfläche, abweichend von der Bodenbil-dung der Umgebung, in kurzen Wellensinkt und steigt. Es heisst dort von al-tersher: im Burggraben. Ungeachtet des
bedeutungsvollen Namens meldet bis zumJahre 1895 kein Geschichtsforscher desNiddagaus: dass er diese Stelle unter-
sucht oder auch nur aufgesucht habe. Nun aber wohnten die altenFranken auf engen Fföfen, die nur mit Flechtzäunen oder Pallisaden um-geben waren; die Befestigungen unter Karl dem Grossen waren aus Erdeund Holz. Erst unter den Saliern, von 1024 an, durften auch die Freien„Burgen" bauen. Die kleineren Ritter hatten alsdann ein turmartigesWohnhaus, mit hochgelegenem Eingange von Stein oder Holz in derMitte des Hofes. Diese Thatsachen in ihrer Anwendung auf Eschbornführten den Verfasser dieser Erzählung 1895 dorthin; er erfragte mitGlück die gesuchte, lang verschollene örtliche Kunde. Die erste ober-flächliche Anschauung des Platzes, der ihm vorgewiesen wurde, erregtesofort den Eindruck: dass hier ein besonderes Etwas unter dem grünenRasen begraben liege. Die Vermutung bestätigte sich durch die sach-kundigen Schürfungen der Herren: Rittmeister d. L. C. Gustav Leinhaasund Paul Osterrieth. Auf Anregung Ihrer Majestät der Kaiserin Friedrichund mit freigebiger Unterstützung mehrerer Sommereinwohner vonKronberg und Königstein wurde ein Verein für die genauere Unter-