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Schenkungen in Eschborn an Kloster Lorsch. 770.
neben: Rüben, Bohnen, Erbsen, Linsen. Früh schon gab es Wein-berge vor Eschborn; wenig Wiesen. Der Bungert (Baumgarten) amHofe trug Apfel- und Birnbäume. Die einzelnen Gehöfte waren zahl-reich, denn das Schenkungsbuch des 764 gegründeten Klosters Lorsch(der Codex Laureshamensis) verzeichnet seit 770 eine Reihe von Land-schenkungen in Eschborn, deren Aufzählung in engster Auswahl hiernicht wohl dem Leser gänzlich erspart werden kann :
am 12. Juni 770 schenken Risolf und sein Bruder Hadalwar demheiligen Nazarius im Kloster Laurisham einen Mansus (Wohnstätte),44 Leibeigene und einen Weinberg;
ebenso am 6. August 779 Wiebrecht und seine Frau Meginheit:zwei Huben, einen Weinberg, einen Sklaven und sechs carradas Wein(Eine carata = 1 Fuder zu 6 Ohm; ein Ohm hält 100—120 Liter, also600—700 Liter).
Ebenso, am 24. August 779, Racher „pro remedio animae meae"sein ganzes Besitztum in Askenbrunne.
Am 4. April 782 schenkt Hiltegart einen Mansus mit Haus, dazudrei Leibeigene in Aschenbrunnen und Ditincheim. Letzteres warsehr wahrscheinlich ein, durch den Wolkenbruch vom Jahre 875 ver-wüstetes, dann ausgegangenes Dorf in der Feldmark Eschborn, eineViertelstunde östlich an der alten Frankfurter Landstrasse gelegen, dortwo es jetzt noch: „im alten Weingarten" heisst. Die Fuldaer Chroniklässt das ganze Dorf Eschborn zerstört werden und sogar alle 88 Ein-wohner umkommen. Der Germane siedelte sich stets gern am Flusseoder Bache an; er musste es oft büssen.
Den dritten Teil der Eschborner Kirche hat, ebenfalls 782, Scerphvin(Eberwin?) dem Kloster Lorsch geschenkt.
Am 5. November 787 schenken Hanibert und seine Frau Wiltrutihr gesammtes Gut in Ascoburne und Ecgistat.
Die letzte Eintragung ist vom 24. August 804.
Der Lorscher Besitz in Eschborn muss damals sehr erheblich an-gewachsen sein. Jedenfalls waren die Donatoren begüterte Freie.
Die Schenkungsurkunden sagen etwa also: „da ich öfter gehört undselbst erfahren: dass, wie das Wasser das Feuer löscht, so der Almosendie Sünde, so habe ich geschenkt . . . ." Im achten Jahrhundert kamdie fromme Anschauung auf: dass das Gebet der Mönche, namentlich