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Bifang. Mansus. Hube.
werden. Man umschloss das angerodete Stück mit Graben, Zaun oderHecke. Damit wurde zugleich die Grenze des Eigentums gegen den herren-losen oder zur Allmende gehörigen Wald gezogen. Von diesem Einfangenund Beischliessen erhielt der Besitz die Bezeichnung: „Bifang." Jedochlagen jene Zeiten der Kindheit des Ackerbaus weit vor der fränkischenBesiedelung, die sich im sechsten und siebenten Jahrhundert vollzog.
Damals, noch mehr im achten Jahrhundert, hatten die Herren desOrtes ihr Gebiet bereits unter die ackerbauenden Einwohner verteilt.Aber rings um die kultivirte Feldmark trug immer noch die weitausgrösste Fläche den Urwald, der auf dem trocken gelegten Boden desuralten ungeheuren Rheinsees üppig wucherte. Er nahm auch wohlwieder in Besitz was ihm schon entwunden gewesen. Deshalb befahlder grosse Karl in seiner berühmten Verordnung über die Bewirt-schaftung seiner Meierhöfe: „man soll an schicklichen Stellen die Wäl-der ausroden und darauf halten, dass sie das Feld nicht wieder über-wachsen." So entstanden Dörfer wie Ober - Höchstadt. Es verdanktseinen Namen: Eichenstat, Ecgistat, Heggistetua marca, Heckestat,Höxstatt den uralten Eichen die ihm die Stelle räumen mussten.
Die häusliche Niederlassung des freien Mannes: der Mansus (vonmanere =,bleiben) bezeichnete zunächst: die Wohnstätte. Zu diesemHausplatze gehörte ein durchschnittliches Flächenmass an Grundstücken,ausreichend um Weib und Kind zu ernähren. Dieses Bedürfnissmasswurde dann eine Einheit: die Hube, zu etwa 30 Morgen (7 —8 Hektaren)Ackerland, denen ein wechselnder Wiesenbesitz nebst Weidefläche an-hingen. Wo Boden und Wasser günstig waren und die Ansiedelunggedieh, da entstanden nach und nach mehrere Mansen mit Huben.Diese Entwickelung durch Spaltung hat ohne Zweifel auch in Eschbornstattgefunden, denn die zahlreichen frommen Grundbesitzer, die — wiewir hören werden durch den heiligen Nazarius im weitberühmtenKloster Lorsch, bei Heppenheim an der Bergstrasse, ihr Seelenheilvermittelst Schenkungen von Grundstücken versicherten, gehörten wohlkaum der einzigen Familie oder Sippe an, die später des Ortes Namenführte. Eschborn war ursprünglich eine Kolonie von verschiedenenGemeinfreien und ihren Hörigen. Wir finden also schon damals einebedeutende Zersplitterung des Besitzes innerhalb derselben Feldmarkunter verschiedene freie Eigentümer; andrerseits wiederum war der-