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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Eschborn schon 770 uralt. Uransitze im Niddagau.

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Schon damals war Eschborn eine uralte Wohnstätte. Wir sindbelehrt: dass sein ältester Name Aschenbrunne, Aschenburne, Aska-brunne, Asceburne - sich vorrömischer Abstammung rühmen darf.Der erste Theil des Wortes soll eineangebaute Stätte in der Wildniss,"einGanzes von Ackerfeldern," althochdeutschezzise," bezeichnen.Nach anderer Meinung war hier eine von Eschen umgebene heidnischeKultusstätte. Dass wir aufpraehistorischem" Boden stehen, bezeugendie jüngsten Ausgrabungen neben dem Bahnhofe westlich vom Dorfe,sowie unter dem alten Burghügel im Osten. Dort wurden Reihengräberaufgedeckt gefüllt mit Brandresten, neolithischen Topfscherben undSpähnen von Feuersteinen; keine Knochenreste. In der östlichen Fund-stelle ward eine ähnliche Aschenhäufung als grosses flaches Hügelgrabaufgeschlossen. So stand also dasjenige Eschborn, das um 770 zuersturkundlich und geschichtlich hervortritt, auf einem vorfränkischen, vor-römischen: auf einem vorgeschichtlichen Totenlager von seltener Aus-dehnung.

In diesem geschichtlichen Eschborn erhob sich die älteste christlicheKirche weit und breit: die Mutterkirche des ganzen Niddagaus. Zuihrem Archidiakonate gehörten alle Kirchspiele von Höchst bis Königsteinund Idstein. Solche älteste Urpfarreien waren in vorchristlichen Zeitenstets hervorragende Kultusstätten gewesen, heilige Haine an der Heer-strasse. Hier also hörte am frühesten die altheidnische Sitte auf: dieTodten zu verbrennen. Daher konnten schon, um 875, die FuldaerJahrbücher derVascula mortuorum," rohgehauener steinerner Todten-särge, alsaltertümlicher" Funde gedenken, die zu Eschborn durch einenschweren Wolkenbruch ausgewühlt und fortgeschwemmt worden seien.

Ueber die Entstehung und Entwickelung Eschborns als fränkischeländliche Kulturstätte und als Sitz eines Geschlechtes von Dorfherrendürfen nachfolgende Anschauungen als ausreichend wahrscheinlich hiergegeben werden:

Die Uransitze auch unseres Niddagaus waren durch Rodungenim Urwalde entstanden, an gelegener Stelle wo der Boden dankbarund Wasser zu Händen war um Menschen und Vieh zu börnen. Dieartbar gemachte Fläche, terra aratoria, wird zunächst dem Bedürfnisseeiner Familie an Haus Acker und Wiese entsprochen haben. Nunmusste die Saat gegen das Wild, die Heerde gegen den Wolf geschützt