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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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II. Das Dorf Eschborn.

N der eroberten Provinz Ostfranken hatten die Merowingerein weiterstrecktes königliches Kammergut erworben, be-stehend aus den grössten Ortschaften und den Wäldern.Von diesem war ein beträchtlicher Teil bei der fränkischen Besiede-lung an Gefolgsmannen ausgewiesen. Dazu gehörte auch die alt-römische Hofstätte, die heute Eschborn heisst. Hier stand die Wiegeder Eschborn-Kronberge.

Das Dorf liegt etwa halbwegs von Höchst nach Kronberg, ineinem warmen flachen Thälchen. Die Hofstellen ziehen sich demWesterbache entlang. Es ist ein stattliches Dorf, mit einer Feldmarkvon 833 Hektaren, wohlhabend und so nüchtern, sauber, stillos, un-malerisch und nackt, wie nur immer ein tüchtiges rheinfränkischesDorf sein kann. Südlich von Eschborn läuft west-östlich die alteElisabethenstrasse. Sie bildet die Feldmarksgrenze gegen das südlicheSossenheim und das südöstlich gelegene Rödelheim. Nahe der Stelle,wo sie durch die jetzige Landstrasse von Höchst nach Bad Homburggekreuzt wird, stehen drei altersgraue Steine, die keine Spur einesMeisseis tragen. Ihre ursprüngliche Meinung ob Gerichtsstätte?weiss niemand mehr; jedoch dürfte ohne Zweifel ein benachbarter er-leuchteter Geschichtsforscher der Wahrheit nahe gewesen sein, als eran dieser Stelle den Ort suchte, woSiegfried den Drachen erschlug!"

Wie aber sah es in Eschborn aus um die Zeit (790), als Karl derGrosse seine Pfalz im zukünftigen Frankfurt erbaute?