Die fränkischen werden Reichsministerialen (939). Milites. Ritter.
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Kriegerstande. Ostfranken war seit den Konradinern (939) nicht mehrunter einem Provinzialherzoge zusammengefasst. Hier ordneten sich diereicheren Freien unmittelbar dem Reiche als Dienstmannen (Ministerialen)unter, seltener einem Edlen oder einem Stifte. Solche Reichsministerialenund Reichsvasallen waren die Eschborn-Kronberge. Sie folgten in ihremKriegerberufe ausschliesslich dem Kaiser. Später bildeten sie die höhereAbteilung des niederen Adels: den reichsunmittelbaren, im Gegensatzezu den landsässigen Ministerialen. Sogar die Ehen dieser beiden Klassenwaren in frühester Zeit ungleich und die Kinder „folgten der ärgerenHand." Der arme Freie entzog sich dem Kriegsdienste und ging inseinem Gewerbe auf. Damit sank sein freier Stand; er wurde der „Bauer"des Landes und Hintersasse, villanus (villain): „Wehrlos — ehrlos."
Gleichzeitig stiegen viele ursprünglich Unfreie durch Heerfahrtund Hofdienst des Königs zu hohen Ehren auf, dadurch zu Besitz vonKönigsland. Mit diesen verschmolzen die Freien, die nun nicht mehrunabhängige Grundeigentümer waren, um so leichter als im zehntenJahrhundert König Heinrich I das schon vorhandene Naturreitervolksistematisch drillte. Durch den Kriegsdienst zu Pferde und den Hof-dienst wurde die persönliche dienstbare Stellung gehoben, der Berufzur Würde erhoben. Alle diese Elemente treten, nach 1200, als „milites"auf, eine Bezeichnung des Berufes, die an sich nichts über den Ge-burtsstand sagte. Die Kreuzzüge hatten das Handwerk geadelt: dieReiter wurden „Ritter."
Aber nicht jeder Ritterbürtige (miles) hatte eigenen Sitz: Burgund Gerichtsbarkeit, nicht einmal sein Kemmenat (camera caminata,vom heizbaren Kamine). Vielfach sassen sie auf dem fremden Bodeneines Herrn oder Stiftes als zeitliche Burggrafen oder Amtmänner, auchals Pfandbesitzer oder im dichtgedrängten Schwarme von „Ganerben"(Gesammterben) als erbliche Burgbesatzung.