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Die von Kronberg und ihr Herrensitz : des Geschlechtes Ursprung, Blüte, Ausgang ; der Burg Gründung, Ausbau, Niedergang, Zerfall, Wiederherstellung ; eine kulturgeschichtliche Erzählung aus elf Jahrhunderten 770 bis 1898
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Fränkische Besiedelung. Karls M. Villa Franconoford, 794.

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kische Königshöfe und Gefolgswohnstätten. Vorzüglich sind sie an derEndung:heim" zu erkennen, die meistens einem Eigennamen ange-hängt ward. Gleichzeitig zog das Christentum in unsere Gegend ein.

Der Zustand, den die Frankenkönige während der nächsten Jahr-hunderte am Main ausbildeten, liegt so ziemlich im Dunkel. Wir wissenjedoch: dass die Kämpfe mit den Alamannen fortdauerten, namentlich:dass letztere vielfache Ausfälle auf das rechte Mainufer unternahmen,die dann von den Franken, in Rache- und Beruhigungszügen, über daslinke hinaus erwidert wurden. Unter den Uebergangspunkten, die derdamals mehrarmige also flache Fluss bot, mag vor allen die Beherrschungeiner Furt notwendig befunden sein, an der bereits eine römische Be-satzung, eine Mansio, gestanden hatte. An dieserFurt im Frankenlandeuff dem Möwen" erhob sich über Gräberfeldern aus der Merowinger-zeit, im achten Jahrhundert eine, durch Wall Graben und Zaun ge-sicherte königlicheVilla," ein Kammerhof, auf der Stelle der jetzigenSt. Leonhardskirche. Eginhard nennt sie:Franconofurd, die Furt inFrankonien." Karl der Grosse erbaute später, vor 794, an diesemlocus celeber" eine seinerPfalzen." Auf ihren Fundamenten findenwir heute den Saalhof, (Sala == Herrenhof). Ihr gegenüber verpflanzte ersächsische Kolonisten von der Unterelbe. Noch in unseren Tagen sollendie Bewohner Sachsenhausens urwüchsige Züge ihrer steifnackigenUreltern erweisen. Die weite Umgegend dieser königlichen Villa, desMittelpunktes von Ostfranken, war königliches Kammergut vom Mainbis zurHöhe," die heutzutage wiederum gelehrt-keltisch:Taunus"genannt wird. Die fränkischen Könige hatten sich bei der Besiedelungdie grössten und bestgelegenen, namentlich durch Weinberge und weiteWaldungen ausgezeichneten römischen Stationsorte in Ostfranken alsfisci regii, villse regales vorbehalten. Karl der Grosse besass im da-maligen Deutschland 129 Pfalzen. Sie lagen als friedliche Wohnungenin der Ebene, vielleicht mit Erdwall und Plankenzaun umgeben. DieseReichsgüter wurden von Leibeigenen alamannischer Abkunft bebaut undvon Reichsministerialen verwaltet, die den Titel: Villicus, später: Burg-graf, wenn der Platz befestigt war, sonst: Amtmann (bajolus) oder Vogt(advocatus) führten.

Dagegen finden wir im Norden derHöhe" einen zahlreichen Adel.Diese Edlen, Nobiles, Seniores, Seigneurs waren nicht der uralte ger-