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Festschrift.
II. Die Entwickelung des Vermessungs-und Meliorationswesens, sowie des geodätischenund culturtechnisehen Unterrichts in Preussen.
1. Entwickelung des Vermessungswesens und der Ausbildung derLandmesser vor der Einrichtung des akademischen Studiums.
In den letzten 25 Jahren ist an der Landwirthschaftlichen Akademiezuerst der culturtechnische und dann der geodätische Unterricht zurAusbildung von Landmessern eingeführt worden. Während bis dahinjedem Landmesser überlassen geblieben war, wo und wie er sichdie zur Erfüllung seiner wichtigen Aufgaben erforderlichen Kenntnisseaneignen wollte, wurde ihm mit der Einrichtung des culturtechnisehenund geodätischen Unterrichtes eine systematische wissenschaftlicheVorbildung für sein Fach eröffnet und damit das erreicht, was vonvielen Landmessern viele Jahrzehnte lang erstrebt worden war. Umklarzulegen, dass es berechtigt war, den Landmessern die wissen-schaftliche akademische Ausbildung zu eröffnen, sei hier die Ent-wickelung des Vermessungswesens kurz dargestellt und zwar so weit,wie es für die Ausbildung der Landmesser und für die richtigeWürdigung der Landmesserarbeiten von Bedeutung ist. Dabei mussallerdings auf mehr als 100 Jahre zurückgegriffen werden, weil indieser Zeit eine einheitliche fortschreitende Entwickelung sowohl aufwissenschaftlichem, wie auch auf praktischem Gebiete stattgefunden hat.
In dem von Göttingen, den 29. September 1777 datirten Vor-bericht zu seinem gründlichen und ausführlichen Unterricht zurpraktischen Geometrie schrieb Johann Tobias Mayer (später Hofrathund Professor der Matlieinathik und Physik in Altdorf, Erlangen undGöttingen):
»Man findet in den meisten Werken über die Feldmesskunstweder eine genaue Theorie und Beschreibung der Werkzeuge,noch Methoden, sie zu prüfen, sie nach der Beschaffenheit undZusammensetzung ihrer einzelnen Tlieile richtig zu behandeln,