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1 (1853) Genealogie, Grundbesitz etc.
Entstehung
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und damit verbundener Taration der Güter würde dannnach Zeit und Umstanden vorgenommen und die Hypotheken-Bücher in einer ganz andern Art, und so wie das übrigePommern sie ebenfalls wünscht, eingerichtet werden und da-durch von der Justiz-Verfassung unabhängig werden. DiesePunkte gründlich beurtheilen zu können, dazu fehlt es miran der gehörigen Kenntniß, daß aber ein bewilligter Fondsnützlich wäre, scheint mir in jedem Fall gewiß, dessen An-wendung bei der bevorstehenden Veränderung zu unsererBerathung gestellt würde. Dies war der Gesichtspunkt, denich vor Augen gehabt." —

Seit 1823 Abgeordneter der Ritterschaft des Franzbnr-ger Kreises zu dem Pommerschen Provinziell- und Neu-Vor-Pommcrschcn Evmmunal - Landtagen, wohnte er diesen Ver-sammlungen mit unermüdlichem Eiser bei. Den Einfluß,den er durch seine Persönlichkeit auf diesen Versammlungenübte, wird allen denen, die an denselben Theil genommen,unvergeßlich sein.

Die Verdienste des Frhrn. Friedrich Heinrich Kr. fandenstets und überall die volle Anerkennung. Nachdem er nochim Jahr 1817 bei einer Anwesenheit in Stockholm vomKönige Carl XIV. Johann daS Großkrcuz des Wasa-Ordenserhalten, verlieh ihm des hochscligen Königs Majestät imJahr 1827 den St. Johannitcr- und 1839 den rothenAdler-Orden 2ter Klasse, des jetzt regierenden Königs Maje-stät erhoben ihn bei Höchst ihrer Thronbesteigung, im Jahr184t), in den Grafenstand (488.). Von der in nächsterAnleitung dieser Standcs-Erhöhung gemachten Fidcicommiß-Stiftnng, mit der er seine Güter belegte (489.), wird inder Geschichte von Divitz das Nähere angegeben werden,wo auch des Ankaufs von 4 Banerhöfen in Wobbelkow vonGraf Moritz Pntbus, im Jahr !8l9, weiter gedacht wird.

Ein Herzkrampf endete am 14. März 1844 zu Stral-snnd das Leben dieses würdigsten und verdienstvollstenMannes.

Obgleich es nach dem Gesagten kaum nöthig, mögenhi er einige Bemerkungen über den Charakter und die Eigen-schaften des Verewigten Platz finden. Ob der edelste Pa-triotismus, ein hoher Grad von Klugheit und Menschen-kenntnis, oder die größte Hcrzcnsgüte im Charakter des Frei-herrn Friedrich Heinrich Kr. vorgehcrrscht, möchte schwer zuentscheiden sein; gewiß ist es aber selten, daß alle diese Ei-genschaften einen Mann in so hohem Grade zieren. Die Ver-einigung aller derselben war es aber auch, die ihn so ungcmcin

geschickt zu öffentlichen Verhandlungen und Geschäften machte.Er kannte die Menschen und Dinge, und nutzte diese Kennt-niß für sein Vaterland und seine Mitmenschen, nie für sich.Die allgemeinste Verehrung und Liebe der letzteren, die überdas Grab hinausrcicht, war der wohlverdiente Lohn hierfür.Es war nicht Convenienz, sondern der Ausdruck dieser Ge-fühle, der am Tage seines Begräbnisses, als seine Leichevom Stcrbehansc in die Gruft seiner Väter, nach Reinbcrg,gebracht ward, Hunderte und aber Hunderte, unter ihnenJung und Alt, Arm und Reich, Vornehm und Gering zu-sammenführte, um ihm die letzte Ehre zu bezeigen. — Seineäußere Erscheinung war seinem Charakter entsprechend. Seinwohlgctroffcnes Portrait liegt bei; es möchte schwer sein zusagen, ob in demselben sich mehr Klugheit oder Gntmüthig-kclt ansspricht. Möge es meinem lieben Vatcrlande nie anMännern fehlen, die wenigstens das Bestreben babcn, ihmdas zu sein, waS der Freiherr Friedrich Heinrich Krassow war.

Seine Wittwe, Gräfin Jaquette Gnstava, gcbornc Freiinvon Essen, lebt seit seinem Tode in Stralsnnd, jetzt dortvon einem Kreise blühender Enkelkinder umgeben. ')

Xo. 119. Gustav Frhr. v. Kr., jüngster Sohn desHofmarschalls Frhrn. Carl Georg (Xo. 198.), geboren den24. April 1777. Von Jugend ans schwächlich, lebte er imHause seiner Mutter, später in dem seines ältesten BrnderSEr starb 60 Jahr alt, im Jahr 1837.

>«. 120. Hcdwig Charlotte Eleonore, älteste Tochterdes Hoftnarschalls Frhrn. Carl Georg (Xo. 108.), geborenden 7. Februar 1779. Sie vermählte sich am 29. October1802 mit ihrem Oheim, dem General-Gouverneur überPommern und Ncichshcrrn, spätern Statthalter über Nor-wegen und Grafen, Hans Heinrich von Essen, den sie am28. Juli 1824 durch den Tod verlor.

1) Das Leben des Frecherm Friedrich Heinrich Krassow steht i»,neuen Nekrolog der Deutschen von Voigt in Weimar (1846), beschrie-ben von I>r. E. H. Zober in Stralsnnd, und ist hieraus in der Sun-dine für 1846 Xo. 31. abgedruckt.

2) Die aus dieser Ehe gcborncn Söhne sind: I) Gr. GustavAdolph Friedrich Wilhelm von E., Oberst des Schonischc» Husarcn-RegimentS, vcrhcirathct mit Freiin Jda von Ncchhausen (Sohne:Gustav und Hans Hinrik) und 2) Gr. Haus Hinrik v. E., Rittmei-ster im Leib-Husarcu-Regimcnt, vcrheirathct mit Freun von Ankar-swärd. — Die Söhne des älteren Bruders des Feldmarschallö, Rein-hold Jacob auf Kafläs, sind: 1) Frhr. Friedrich Ulrich v. E., König!.General-Major, auf Kafläs, vcrhcirathct mit Anna Sophie von Gpl-lenhäl. (Söhne: a. Neinhold. 6. Hans Heinrich, Lieutenant im Leib-