Druckschrift 
1 (1853) Genealogie, Grundbesitz etc.
Entstehung
Seite
15
Einzelbild herunterladen
 

FZ

verbreitete, verschrieb Hans Krassvw zu Stralsnnd am20. Juli „seiner freundlich lieben Hausfrau" in reger An-erkennung ihrer „Fruntlichkcit, Truwe und Ebrbarkeit, vck

Schwester derselben wird an Heinrich Bohlen a. d. H. Bohlcn-dorf-Lobkevitz (1450 — 9V) vcrheirathet gewesen sein, dessen SohnHenning sich wohl erst mit den Kindern seiner Muttcrschwcster aus-einandersetzte. Die 2 im Lchnbriefe 1485 genannten Brüder Hen-ning nnd H a n S sind die nächsten Stam m Väter des Geschlecht s.Henning wird 1408 zuletzt urkundlich genannt; Henning, von1490 — 1514 aus Slavkcvitz und Loscntitz, nnd Balthascr aufSlavkcvitz 1490 — 1535 waren Wohl von ihm minderjährig hinter-lassen worden, weshalb ihr Oheim für sie die Belchnung empfing.Auf welche Weise Balthasar der Aeltcrc zu Loscntitz (1507 — 78)und Hcnniuug zu Slavkcvitz (1507) mit diesen beiden genealogischzusammenhängen, hat sich aus Urk. nickt ergeben. Henning starbohne Erben und mit ihm erlosch die ältere Slavkcvitz er Linie.Baltz'cr hinterließ aber 2 Söhne, Erich nnd Arndt, von denenletzterer studirte, sich in Böhmen niederließ, dort MargarcthaMandschurin von Nzchnitz a. d. H. Krvnßkp und Solitz hei-rathctc, Kaiser!. Appcllations-Rath ward und 1040 ein Zeugniß sei-ner uralt adlichen Geburt erhielt, da er sieb in Böhmen seßhaft ma-chen wollte. Alle weitem Nachrichten fehle». Erick bcsatz Loscntitz.Sein Sohn Arcnd starb 1022 vor dem Vater. Andreas, Ritt-meistcr im Kochlitzkischcn Reiterregiment in schwedischen Diensten 1030n. f. war höchstwahrscheinlich gleichfalls sein Sohn. Mit ihm starba. 1043 die Loscntitzcr Linie ans und die Güter kamen an dieVettern aus dem Teskevitzcr Hause.

Der im I. 1485 genannte Hans ist der Stammvater derTcskevitzcr, Lavcnitzcr und jünger» Slavkcvitzer Liniedes Geschlechts. Sein Sohn Henning wird von 1488 — 97zu Teskcvitz genannt. Er verkaufte Renten ans Tcskevitz, Lavcnitz,Wall und Grundisdorp. Von seinen Söhnen wird Balthasar zuTcskevitz 1514 — 24 und Henning, der vor 1535 ohne Lehns-Er-bcn starb, 1500 und 1501 zu Lavcnitz genannt. Von B alt HasarsSöhnen war Erich zu Tcskevitz 1535 — c. 1559 Herzog Barnimsdes Acltcrn Hofjnnkcr nnd Stallmeister, er vergrößerte die Besitzungendes Geschlechts durch einen Antheil an Kranscvitz und erhielt die An-wartschaft ans das alte Scheelen Lehn Güstelitz, nnd war mit AnnaOwstin vcrheirathet; Henning, 1535 zu Tcskevitz, dann 1510 zuSlavkcvitz und später 1507 zu Lavcnitz genannt, war Gardvoigt desGingster Districts, und ist der Stammvater der bis ins I8tc Jahr-hundert blühenden Linie zu Lavcnitz. Von der unten. Erich zuTeskcvitz hinterließ 3 Söhne und 0 Töchter, von denen Margarc-tha an Hans Krassow aus Oamban vcrhcirnlhet war (vcrgl.Ilrk. 423 nnd 31.). Von den Söhnen werden Balthasar undAndreas 1500, Henning erst später (1505) genannt. Andreasstarb ohne Erben nach 1505. Balthasar ist der Stammvater derjungem Slavkcvitzer und Henning der Stammvater der Tcske-vitzcr Linie. Balthasar wird noch 1507 zu Tcskevitz genannt, erbesaß den Antheil an Kransdorf, bewohnte zuletzt einen Hof in Slav-kcvitz und starb 1581. Er hinterließ einen Sohn Henning, der

flitigcr Hnshvldunsse" außer was ihr nach den nculicbcrJahre erworbenen rittcrschaftlichen Privilegien gebühre, iOOO„Daler," i?0 Golbgnidcn, einen Wagen mit den 4 besten

wie der Vater zu Slavkcvitz wohnte, nnd mehrere Töchter. Elzowgiebt diesem Henning einen gleichnamigen Sohn, ich vermuthe aber,daß beide eine Person waren. Baltzcr, Hennings Sohn, be-wohnte von 1050 — 90 Schlakevitz, hinterließ aber keine männlicheErben. Mit seinem Bruder Henning starb dann 1093 die Schl.Linie ans, und die Güter kamen an die Linie zu Teskcvitz. H cnning, Erichs zu Teskcvitz Sohn, der Stammvater der Teskc-vitzer Linie, die während des ganzen I7tcn Jahrhunderts in gro-ßem Ansehen ans Rügen stand, hinterließ 3 Söhne, Andreas,Moritz und Ernst. Ersterer hatte studirt, trat früh in Herzog!,pommcrschc, später in dänische Dienste, begleitete den Prinzen I o-hann von Holstein, Bruder Christi au IV., auf der Fahrt nachMoscan als Kammcrjunkcr; er ward nach seiner Zurnckkunst herzogt,pomm. Küchenmeister, dann Landrcntmcistcr nnd starb unbccrbt den4. Januar 1015. Sein wcrthvollcs Epitaph ziert noch die Kirche zuFranzburg (Kuglcrs pomm. Kunstgeschichte, Stettin 1810, 234). Moritz hatte wie sein Brnder studirt und war dann lange Zeit Hofjun-ker zu Wolgast, hinterließ aber keine Nachkommen. Ernst hatte studirt, besaß Tcschvitz und erbte mit seinem Bruder Moritz c. 1033Loscntitz. Er war von 1043 — 04 Landvoigt auf Rügen und starb>000, mit Eva, Wi lkcu v. Platcns ans Venz Tochter verheirathet und zeugte mit derselben außer den Söhnen Moritz und Wil-kcn eine Tochter Elisabeth, die 1013 an Christian Krassow auspanscvitz vcrheirathet ward. Moritz Berglasen hinterließ einenSohn Wilken, der im I. 1079 als Student, 20 Jahr alt, starb.Willen B. war von 1004 — 94 Landvoigt ans Rügen und zugleichrittcrschaftl. Landrath. Er besaß Tcschvitz, Loscntitz, Hagen, Kransc-vitz, er kaufte den Bohlen scheu Antheil in Schlakevitz und rcluirtcvon den Gläubigern den Bcrglascnschcn Antheil dieses Gutes nachAbgang der dortigen Linie. Von seinen 4 Söhnen, Moritz, Ernst,Wilken und Adam setzte nur Willen, der die väterlichen Gütererbte, das Geschlecht fort. Erwarmit Katharina, Ernst's v.Nor-malen auf Poppclvitz Tochter, vcrheirathet. Sein gleichnamigerSohn, verhcirathct mit Elconope v. Loben, kaufte 1728 den Boh-lcnschcn Antheil in Busc und starb den 15. Juni 1737. Er hin-terließ anßcr 5 Töchtern 3 Söhne: Wilken, geb. den 12. Mai 1712,st 1738 auf Teschcvitz, Balthasar Ehrcnfricd auf Loscntitz, geb.1720, und E r n st Lud w i g, geb. 1720. Wilken besaß Teschcvitz, undhinterließ im I. 1738 einen Concnrs, aus dem das Gut der Capt.Fricdr. Christian v. Baruekvw a. d. H. Kl. Kubbclkow, dermit Willens Wittwe, geb. v. Gag er», sich vcrheirathet hatte, er-stand. Henning Ernst v. Verglasen, der 1753 sein Recht anLoscntitz verkaufte nnd dann Pantelitz in N.-V.-Pommern erstand, esaber auch bald wieder veräußerte, wird sein Sohn gewesen sein. Bal-thasar Ehrcnfricd besaß Loscntitz. Er verkaufte es ums 1.1750(? 58) und erstand um dieselbe Zeit das im Kirchsp. Lassan belcgcnev. Horn sehe Gut Klutzow und später 1708 das im Nubkowcr Kirchsp.belcgcne Gut Luggow. Beide haben sich aber nicht im Besitz der Fa-