versterbender Schwestern einsgenvnuncn, behielt die Braut sichvor. Dagegen verschrieb Hans Krassvw seiner Braut56 Gulden Mvrgcngabc, und da sie seinen Tod überlebenwürde, von allem was im Hanse oder innerhalb der GitterdeS Hofes an Victnalien, HanSgeräth, Hornvieh, Schweinen,Schaafcn, anderer fahrender Habe, ausgenommen die Pferde,und dem vorhandenen Korn den dritten Theil, auch 4 Pferde,die besten nach dem reisigen, und einen guten verdeckten fer-tigen Wagen, Neben ihren 466 Gulden Ehcgcld All) Gul-den Besserung, und alles Eingebrachte an Schmuck undKleinodien, so wie dasjenige, was er ihr in währender Eheoder in seinem letzten Willen sebenken würde, Auch solle sieden jüngst erlangten Privilegien zufolge Jahr und Tag imGenuß der hinterlassenen Güter belassen werden. Würde aberMargarethe Berg läse vor ihrem Manne mit Tode ab-gehen, ohne Erben zu hinterlassen, so solle letzterer nach Ab-lauf von 4 Wocbcn ihren Erben sofort alles Eingebrachtean Geschmnek, Kleinodien, Geschmeide, Kleidungen, Kisten,Kistcngerärh, Betten und Bcttgcwand, das eingebrachte Ehe^gcld aber an Z ans einander folgende Weihnachten nachihrem Tode zurück geben. Die Hochzeit ward auf den Svn-tag nach Michaelis des laufenden Jahres festgesetzt. Wiestark Hans Krassow zu derselben kommen und was erdazu legen wolle, darüber habe er sich mit der Mutter undihren beiden Söhnen zu vergleichen '), Die Ehe war nn-
I) Der Hof Verglase auf Rügen im Samptenscr Kirchspiel scheintdas Stammgut der gleichnamigen Familie zu sein. Er wird schonin der ältesten Bischofs - Roggen--Matrikel (Dähncrts Pomm. Bibl.IV.) genannt, muß jedoch früh von der Familie veräußert wordensein, Zeit und Umstände des vermutheten Verkaufs sind nicht bekannt.Im töten Jahrhundert bis gegen das Ende des I7tcn besaß die St.Jacobi Kirche in Stralsund, Verglase und Tolkemitz, veräußerte esaber bald darauf an Privatpersonen. — Die erste Spur der Familiefindet sich um die Mitte des Uten Jahrhunderts. 1350 am TageIZgiclii setzte Jacob Berlaze dem Johann Lütekcu, Bürgerzum Sunde, für 100 Mk. fund, sein ganzes Erbe in dem Dorfe Gpnrthmit 3 Haken weniger 2 Morgen sadigcn Ackers in der Art zum Pfande,daß, wenn er sie über 5 Jahre nicht zurückzahlte, das genannte Erbedessen Eigenthum bleiben solle, bis dahin, waren für die Summe jähr-lich 10 Mk. Rente zu entrichten. Bürgen! Henncke von Viriczen,Petrus von Kunpicz und Hinrik vonKunpcze. — HcnningBergstasc wird in den I. 1123 und 27 in llrkk. des Klosters Hid-denscc als Zeuge genannt. — 1153 wird H anz Bcrgl. in einerUrk. im alten Garzcr Stadtbuche genannt. 1108 zu Grimmen amTage Slaui'imi versetzte Herzog WartislafX. „den duchtigen H cn-nin ghe vnde Hanse brodcrc ghcnomet Berg hl aßen" sein ganzes
beerbk, aber während der Dauer derselben nahm das Per.mögen der Ehclcnke ansehnlich zn. Als daher im I, 156»die Pest, oder eine pestartige Krankheit Schrecken und Sorge
Gut, den Hof zu Workc mit dem Dorfe Bantzencuitzc darbci belegenauf dem Lande zu Rügen für 1000 Mk. Als 1179 Herzog Bogis-laf X. dem Curd Krakevitzc gestattete, diese Besitzungen einzulö-sen, besaß Hinrik Verglase dieselbe, vielleicht Hennings Sohn.— 1185 Mittwochs nach dem Feste <7»>n>nri« verglich Her-
zog Bogislaf X. sich mit Hans Verglase dergestalt, daß derHerzog gegen Erlegung von 150 rhl. Gulden, die zu seinem und desLandes Besten und Frommen verwandt, sich der Ansprache, die er anihn gehabt, weil sein verstorbener BruderH cnni n g Bcrgl., der desHerzogs Vetter (Wartislaus X.) Vogt zu Loitz und auf Rügen gc-Wesen, ihm der Rechenschaft halber etwas geblieben, er, der Herzog,auch vermeine etliche Bede, nebst dem höchsten Gericht inBerglascns Hof Tcschevitz zu haben, dessen er für sich und seineErben sich nun gänzlich begeben, consirmire ihm daneben seine Erbund Lehne, so er auf Rügen nebst seinen Bruder-Kindern hatte, alsTcschevitz, Lavcnitz, Wall, Grundisdorf, Goetemitz, Kocntze, Schla-vekcvitzc, Loscnitz, Dumsevitz, Hagen, Krimtitz und was sie in Garzhätten. — Man siebt hieraus, daß in dem Hauptgute der Familie, inTcschevitz, das höchste Gericht dem Herzoge zustand. Ich habe in derAumcrk. zu Urk. 115. versucht, dasjenige zusammenzustellen, was sichüber die Kncsitzcn und deren Recht den Urk. entnehmen lasse; eine derEigenthümlichkeiten war, daß den Kncsitzcn auf ihren Gütern nicht dashöchste Gericht zustand; man möchte hiernach fast vermuthen, daß dieVerglase» zu den Kncsitzen-Familicn gehörten. Diese Vermuthungerhält dadurch noch einen weitem Anhalt, daß eben in der Gegendvon Gingst, in der nnmittelbarcn Nähe von Tcschevitz noch im UtenJahrhundert vorzugsweise viele Kncsitzcn saßen, auf Dubkevitz, Kubitz:c. (a. a. O.) und daß die Bürgen der ältesten Bcrglascschcn Urk. imI. 1350, die Vi riz und K nn i cz, eben diesen Familien anzugehörenscheinen. Hiermit dürfte das ungrmein spärliche Vorkommen der Fa-milie im Zusammenhang stehen. Erst durch jenen Lehubrief von 1185erhielten sie das höchste Gerichtiin ihrem Stammgute, wie es dieübrigen Vasallen des Herzogs übten. Ist diese Vermuthung richtig,so haben wir ein Beispiel, daß eine der Kncsitzcn-Familien noch gegendas Ende des 15. Jahrhunderts nicht wie die meisten in den Bauer«stand herabsank, sondern noch damals unter die Herzog!. Vasallenaufgenommen ward, denn ihre exceptionelle Stellung war einmal un-haltbar geworden. — Ueber die Erwerbung der Güter fehlt es an be-stimmten Nachrichten. Lavenitz und Wall, letzteres unmittelbar an denResten eines uralten Wallringes der ihm den Namen gegeben, gelegen,dürften wie die Besitzungen in Gingst und Tcschvitz die Stammgütcrder Familien sein. Grundesdorf, Goetemitz, Kocntze, Schlavckcvitz,Loscnitz sLvsentitz), Dumsevitz, Hagen, Krimtitz und was sie in Garzhatten, sind gewiß erst in späterer Zeit erworben. Ueber Grundesdorf,Goetemitz und Konitz, welches letztere hei der Reduction Carl XI.eingezogen ward, fehlen alle Nachrichten. Die Besitzungen in Schla-kcvitz, Losentitz, Dumsevitz, Hagen, Krimtitz und Garz sind wahrschein-lich mit einer Erbtochter der Familie Laß erheirathct worden. Eine