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Chronik der Familie Vogtherr
Entstehung
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fahren des Pfarrers Georg Vogtherr in Meinheim dem altberühm-ten Geschlecht derer vom Vogtsberg, von welchen das Vogtland denllamen hat, entsprungen sind. Dn ihrem lvappen führte die Samilievon Vogtsberg einen Adler von einer Schrägleistc überlegt, das lvap-pen dieser alten Reichsveste.

Die Lage des Schlosses vogtsbergp gehört zu den schönsten undangenehmsten, die im Vogtland zu finden sein dürften. Ans einerjäh vorspringenden Lergzunge erbaut, hatte die llatur schon teilweisefür die Befestigung desselben Sorge getragen, und aus jenen Seiten,wo es mit dem Bergrücken zusammenhing, war durch tiefe Ein-schnitte und Gräben so wie überhaupt durch starke und feste Mauernund Schanzen der Zugang zum Schlosse gehemmt und erschwert.Zwar sind die äußeren Festungswerke des Schlosses nicht mehr alleerkennbar und selbst von den innern sind viele, vom Zahn derZeit zernagt, ins Grab der Vergessenheit gefallen; allein so viel kannman immer noch erkennen, daß es mit einem tiefen Graben aus dernordöstlichen, nördlichen und nordwestlichen Seite, desgleichen mitdoppelten Ringmauern umgeben gewesen ist. Gegen Süden war esdurch einen steilen Abhang hinlänglich gegen einen Angriff gesichert.

Das Schloß bestand aus zwei verschiedenen Abteilungen, aus demSchloßhofe und dein eigentlichen Schlosse, das durch die Zugbrückeüber einen tiefen Graben wieder mit dem Schloßhofe verbunden war.Zu jedem führte ein Thor und noch sieht man über dem eigentlichenBurgthore die Rollen in den lvänden, in welchen sich die Zugbrü-cken bewegten, üm Schloßhofe scheinen Ställe und Mahnungen fürdie Dienerschaft gewesen zu sein. Außerhalb des Schlosses, aber nichtweit davon entfernt, befanden sich einige tsöfe und Hüter, ursprüng-lich ein Ganzes ausmachend und zum Aufenthalt der Burgmannendienend; diese gehörten anfänglich zum Schloß und dienten denVögten nnd der Dienerschaft derselben zum Unterhalt. Dieses Vor-werk, wie es in den alten Urkunden genannt wird, bestand aus

') llahn, 2. 108.