lS den Bewohnern Rügens vom König Woldcmar von Dänemarkund dem Bischof Absalon von.Nocskild das Christenthum gebracht worden,hatte Papst Alerandcr III. durch eine zu Bcncvcnt am -I, Novbr, umsI. 1IM ertheilte Bulle die Insel dem Sprengel des BisthumsNocskild einverleibt '). Zu den weltlichen Vortheilen, die hierdurchdem Bischöfe zugewendet wurden, gehörte das Recht, den Bischofs-Zchntcn cinzuhcben, so wie eine wohl schon sehr früh (bald nachIIt»8) erfolgte Dotation in liegenden Gründen ans der InselRügen,
In den benachbarten Bisthümcrn Schwerin und Rahcbnrg betrugder dem betreffenden Bischöfe von der slavischen Bevölkerung zu ent-richtende Zehnte 3 Maaß (Kurih) Roggen und 12 Pfennige vomHaken, zu dem 2 Ochsen und 2 Pferde gehörten und man darfdaher wohl mit Neckt annehmen, daß auf der Insel Rügen von denBischöfen von Nocskild diese Abgabe unter ähnlichen Verhältnissen in glei-chem Maße eingehvben ward, — Ans der ältesten Zeit fehlen die Nach-richten über dieselbe, doch ward schon in der ersten Hälfte des 13, Jahrh,der 3tc Theil dieses BischvfS-Zchnts an die Pfarrkirchen zum Unterhalt
1) tlackvx I'unioraniav Diplomatie»» von zc. Halselbach, Hr. JohannGottfried Ludwig Kose garten und v. Medem I. tXo. 27.
2) clr. Diplomatar. IlatxelmiA. in ^^ostplialons momimenta inellit r.I'om. II. l5o. 12. Ilolmolck 1, 87. — Auf der Insel Rügen, wo sich dasslavische Wesen länger und hartnackiger hielt als auf dem festen Lande unddeutsche Weise erst allmählich, im Laufe des IT und iä. Jahrhunderts, Eingangfand, wurde noch am Ende des l<>. Jahrhunderts nach „Korihcn" gerechnet.S. die Visitation der Trcntcr Kirche vom 12. April Iö8I, wo die Einnahme desKüsters u. a. in 7ö)s Korihcn Hafer bestand. Als Erklärung der damals wohlschon nicht mehr gewöhnlichen Bezeichnung ist hinzugefügt „eine koritz" ist einabgestrichen Roggen-Scheffel voll Habern.
Der Bischost -Roggen > e. 1