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des Herzogthums Jülicli-Cleve-Berg zwischen Brandenburg undPfalz-Neuburg sich ganz von dem heimischen Boden — derGrafschaft Mark — loslöste und nach Cöln ging, führt vondieser Trennung an ein vollständig verändertes Wappen.
Besondere Schwierigkeiten bei derFeststellung des Wappens hat mir dasnebenstehende Siegel gemacht, welchesder Stadtsekretär Job. Casp. zur Niedenals Notarius publicus geführt (UmschriftJ. C. Z. N. — N. P.) und nach ihmauch Johannes z. Nieden (Emmerich) zu-weilen benutzt hat. Es war zwar an demPelikan sogleich zu erkennen, dass die Zopfzeit eingewirkt hat,denn die Lieblingswappenbilder der Zopfzeit sind der Phönix undder Pelikan 1 ). Wenn somit auch der Pelikan als willkührlicherZusatz des Wappens gelten musste, so blieb es doch fraglich, obdie drei Herzen ohne Pelikan das alte Wappen der Familie dar-stellen, oder aber drei Sterne in blauem Felde, denn Johanneszur Nieden (Emmerich) hat das Siegel mit den Herzen zuweilenbenutzt und hat ebenso seinem Sohne Eduard zur Nieden (Hat-tingen) ein Siegel, wie auf Seite 84 dargestellt, als Familien-wappen übergeben. Es erscheint indess nicht mehr zweifelhaft,dass die Herzen ohne Berechtigung dastehen, dass also das vor-stehende Siegel des Stadtsekretärs für die Zeit, in welcher Glieder
Um Verwechselungen zu vermeiden, gebrauche ieh für derartigeMaassnahmen die Bezeichnung Wappenscheidung.
Das deutsehe Verfahren der Wappenscheidung bedient sich imAllgemeinen keiner fremden Zusätze, sondern es sucht seinen Zweckdurch eine a priori nicht erkennbare Umformung des Wappens zuerreichen.
Diese Umformung wird bewirkt entweder:
1) durch eine Verkehrung der Farben oder
2) durch eine Verkehrung der Figuren.
Werden die Figuren beibehalten, so werden die Farben verkehrt undumgekehrt werden bei einer Verkehrung der Figur die Farben bei-behalten.
') Vergl. Grundsätze der Wappenkunst. Für die Leser seinesWappenwerks besonders geschrieben von Otto.Titan von Hefner. S, 25.