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(jetzt Zur-Nieden) wird in dieser Urkunde „Guth Zurnedden",in andern, auf dem Gute noch vorhandenen Schriftstücken „GuthDar Nedden" genannt, so dass auch hier ohne Zweifel die NamenZur Nieden und Zur Nedden als gleichbedeutend zu erachten sind.Es scheint mir nach den örtlichen Verhältnissen ferner unzweifel-haft, dass die Güter Zurnedden, Strükelmanu und Zur-Niedenfrüher einen zusammenhängenden Besitz gebildet haben; in dem-selben wird der dritte Sitz unserer Familie zu erblicken sein.Auf der Berghöhe (jetzt Zurnedden) lag, wie es scheint, der festeBau, umgeben von Wald; ein Theil des Waldes ist in spätererZeit ausgerodet und urbar gemacht, denn Strükelmann bezeichneteinen Ansiedler, welcher zwischen Baumstümpfen erndtet; dieAecker und Wiesen im Thale, welche jetzt noch ein Bild derFruchtbarkeit bieten, bildeten den Theil des Besitzes, welcher denWächter an der Westmark der Grafschaft ernährte.
B. An dem vorbesprochenen Punkte erhalten wir Namen-formen, welche geeignet sind, die Entwickelung des Namensunserer Familie im Allgemeinen zu klären; die in Bredenscheidgefundenen Grundlagen sind aber nur Abschriften, deren Originalewahrscheinlich in dem Stadtarchiv zu Hattingen sich befinden,denn dieses Gut Zur-Nieden war in dem 30jährigen Kriege dergenannten Stadt abgabepflichtig geworden. Die Originale wurdenmir bisher nicht zugänglich und ich will deshalb für die sichereDarlegung der Namenbildung drei fernere Sitze der Familiewählen, über welche das Königliche Staatsarchiv in Münster Aus-züge aus Urkunden in ausgiebigster Weise freundlichst zur Ver-fügung gestellt hat. Diese Sitze lagen in Ende (Kirchende) beiHerdecke, also in unmittelbarer Nähe von Volmarstein 1 ), d. h. demPunkte, welcher im 14. Jahrhundert den Mittelpunkt der Fehdenzwischen Mark und Köln bildete. Diese Lage dürfte m. E. auchdie Erklärung dafür geben, dass drei Stämme unserer Familie aneinem Punkte zur Ansiedlung kamen; es galt an dieser Stelle fürden neuen Besitzer — den Grafen zur Mark — einen besondersfesten Anhalt zu gewinnen. Wahrscheinlich sind die neuen An-siedler Burgmänner zu Volmestein, bezw. zu Herdecke gewesen.Nach einem Auszuge 2 ), welcher am 29. April 1755 aus dem
') Luftlinie zwischen Ende und Volmarstein 5,5 km.
2 ) Stift Herdecke Akten II. 87 Convolut I a - Eep 383 7 .