„Langentreer hatte. Jetzo gehören die Güter') nebst denen damit„verknüpften Gerechtigkeiten zum Hause Langentreer."
„3. Das Haus zur Nieden.
„Dieses ist ein adlicli Haus im Dorf gewesen, ist aber„zerstört und sind die Güter unter Langentreer gezogen„worden."
„Ich finde eine alte Nachricht, darin steht: Zu Langentreer im„Dorf habe ein adlich Haus Minden gelegen. Da nun zwischen„Nieden und Minden eine grosse Gleichheit im Schreiben, kann„es sein, dass aus Nieden unrichtig Minden gemacht worden."
„Ich vermuthe wenigstens, dass es das Haus zur Nieden oder„Niederhoff, heissen müsse und dass der Diederich Ovelacker, welcher„1554 mit Collator der Pastorat gewesen, dasselbe als einen„Abspliss vom Hause Leite besessen habe."
Die Ansicht Steineu's, dass ausser den drei vorgenanntenRitter-Gütern in Langendreer ein viertes mit Namen Mindennicht bestanden hat, dürfte zutreffend sein, denn ich fand keiner-lei Andeutungen, welche auf einen ferneren Rittersitz schliessenliessen. Ebenso ist es wohl nicht zu bezweifeln, dass die GüterLeithe und zur Nieden durch eine Theilung des Ovelacker-Gutesentstanden sind. Für die Zuverlässigkeit der Steinen'schen Nach-richten über diesen Ort spricht insbesondere auch der Umstand,dass I. D. F. E. von Steinen der Sohn des Verfassers zur Zeitder Herausgabe des Werkes Prediger in Langendreer war.(Seite 608 Tli. III der Westph. Geschichte).
Die weitere Verfolgung der Geschichte des Gutes zur Niedenhat wie bereits oben angedeutet deshalb für unsere Familien-Nach-richten einen hervorragenden Werth, weil hierdurch am sicherstenfestzustellen ist, welche Formen der Name zur Nieden in früherenJahrhunderten hatte; ich gebe deshalb nachstehend eine AnzahlUrkunden über den genannten Rittersitz.
Die älteste ist folgende aus dem Jahre 1266, in welcher
') Die Leitenborg war schon einmal im Jahre 1436 im Besitz derv. Drere (Steinen Th. III. S. 614).