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Geschichte der Familie von Nedere (Nerdere), thor Needen (der Nedden), zur Nedden, zur Nieden
Entstehung
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Städte auch bei unserer Familie zutrifft, glaube ich annehmenzu sollen, denn noch im Anfange des 17. Jahrhunderts ist einStamm, welcher die Schreibweise „zur Nedden" beibehalten hat,nach Mecklenburg übergegangen; derselbe besteht daselbst zurZeit noch (vergl. Abschnitt VII).

Weiteren Forschungen nach dieser Eichtling (d. h. sowohlPreussen wie Mecklenburg) habe ich mich wie bereits voran-gedeutet, bisher nicht widmen können, da der heimische west-fälische Boden die erste Stelle beanspruchte. Dort durchforschteich örtlich das im 14. Jahrhundert eroberte Gebiet und fandbei der Eisenbahnstation Bredenscheid (unweit Hattingen) imThale ein Gut zur Nieden und auf dem anliegenden Berges-gipfel einen kleinen Besitz zur Nedden. Es scheint nichtzweifelhaft, dass beide zusammen den Sitz des Wächters an derWestgrenze des im 14. Jahrhundert neueroberten Gebietes bil-deten. (Näheres siehe Abschnitt VI unter A.)

Die mehrerwähnten Kämpfe begannen 1 ), als Deutschlandgetheilt war zwischen Ludwig von Baiern und Friedrich vonOesterreich, den Gegenkaisern. Die Partei des ersteren schaartesich bekanntlich um den Erzbischof von Mainz, die des letzterenum den Erzbischof von Cöln. Der Graf zu der Mark (zo derMarcke) Engelbert II (1308—1328) stand zur Zeit der Kaiser-wahl 1314 auf der Seite Friedrich's, liess sich aber später be-wegen, zu den Gegnern überzugehen und wandte sich zunächst,unterstützt durch König Johann von Böhmen, gegen seinennächsten Nachbar den Grafen Theodorich II. von Yolmestein, denstetigen Bundesgenossen des Cölner Erzbischofs. Nach 2 monat-licher Belagerung musste Volmestein, durch Wassermangel ge-zwungen, auf Jakobitag (den 25. des Neumonds) 1324 seineThore öffnen 2 ). (Weiteres in Abschnitt II). Die hochgelegeneBurg, deren Trümmer jetzt noch stolz in das Kuhrthal schauen, 3 )

') vergl. A. Manz Geschichte von Volmarstein S. 36 ff.

-) Fr. Rautert. Die Ruhrfahrt. S. 31 — vergl. auch SeibertzQuellen der westfälischen Geschichte Bd. I S. 36 u. Kindlinger Ge-schichte von Volmestein Bd. II. S. 218.

3 ) Kindlinger sagt, „Beim Anblick ihrer Trümmer fühlt man„noch, dass sie der Sitz derjenigen müssen gewesen sein, welche die„umliegende Gegend beherrschten". (Geschichte von VolmesteinS. 186 des I. Bandes.)