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Shakespeares Hamlet, Prinz von Dänemark
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göttliche Vorsehung Je mehr es dem Ende zugeht, um so mehrredet er vou der Vorsehung, die unsere Zwecke falso auch seinenZweck, wenn er einen solchen klar verfolgt) forme und über denFall eines Sperlings wache. Von jeher wurde von willens-schwachen Personen der Vorsehungsglaube ins Spiel gezogenund, wenn die Dinge nicht den gewünschten Verlauf nahmen,das Schicksal dafür verantwortlich gemacht. Nun hat ja nachHerders und Anderer Auffassung der Held eben, indem er dasSchicksal walten ließ, das Rachewerk mit unbefleckten Händenvollzogen; das Schicksal hat ihm das Racheschwert in die Handgedrückt. Bischer redet ebenfalls vom Schicksal, läßt zwar denHamlet schuldig werden, aber nicht sein Schicksal schafft sichselbst der Mensch, sondern Mensch und Schicksalsmacht wirkenzusammen und bringen die Tragödie zu stände. Dem Hamletwäre aber statt derVorsehung" vielmehr die Nemesis, die ver-geltende Gerechtigkeit entgegenzuhalten, der Niemand entgeht.Wir können nur mit Gervinus und Rötscher annehmen, daß imSinne des Dichters diese Berufung auf die Vorsehung oder dasSchicksal zur weitereu Charakteristik des thatlosen und seineThatlosigkeit in der Hauptsache, wie seine einzelnen Thaten, demSchicksal zurechnenden Prinzen dienen. So betrachtet er sichdenn als blindes Werkzeug der Schicksalsmacht; im Glauben,diese Macht werde doch zuletzt das Beste thun, handelt er, woer handelt, mit einer Art ckoius «veuwaliL; für den Ausgangmacht er die Vorsehung verantwortlich. Fällt seinem tollenVorgehen ein schuldloses Opfer, so läßt sich das der Idealist,der in dem wirklichen Weltzustand nur eine Satire auf seineIdealwelt sehen kann, wenig kümmern; ist die Welt ein wüsterGarten, von verworfenen Unkraut völlig erfüllt, so muß diesesnatürlich ausgerottet werden. Aus dieser Menschenverachtungerklärt sich seine Grausamkeit gegen den todten Polonius, gegenOphelia, Rosenkranz und Güldenstern, Eine andere Erklärung

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