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Shakespeares Hamlet, Prinz von Dänemark
Entstehung
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Freude hat, Andere neckt, herausfordert und ihnen entgeht, ineinem Athem sich schmeichelt und schilt, im Schönthnn mit denMöglichkeiten einer Rachethat nicht einmal die Art und Weise,wie diese That zu vollführen wäre, ins Auge faßt das istsein Fehler, seine Schuld, Das Schicksal bietet ihm mehrmalsgünstige Gelegenheiten zur Ausführung der Rache dar; aber un-besonnener als jener König, dem die sibyllinischen Bücher ange-tragen wurden, läßt er sie alle unbenutzt, bis es zuletzt heißüI'"nta nolsntsm krullunk. Er richtet zuletzt einnutzloses Blut-bad" an, wie Gewinns sagt, und begrübt die Größe und Freiheildes Staats in seinem Fall.

Nümelins Shakespeare-Studien werden immer epochemachendin der Shakespeare-Litteratur bleiben, und wir müssen deswegengenauer auf seine darin enthaltene Besprechung des Hamlet ein-gehen, Gar viel Treffendes bringt der nüchterne Kritiker hiervor, aber, wie wir oben gesehen haben, er übertreibt den Mangelan Einheit im Stück; er faßt auch Hamlets Charakter einseitig,und wie von Anderen immer dieFeigheit" Hamlets betontwurde, so sollte man nach Rümelins Darstellung meinen, derDänenprinz sei ein Muster von Muth und Entschlossenheit,Allein die Thaten Hamlets, auf die sich Rümelin beruft, ge-schehen sozusagen in nervöser Verzweiflung, wie dies Bischer gutausgeführt hat; sonst aber ist offenbar gewohnheitsmäßige Tapfer-keit, besonnener Muth seine Sache nicht. Wie überall, so auchhier schwankt er zwischen zwei Extremen t Feigheit und Wag-halsigkeit, Was aber das Entern des Schiffes betrifft, so be-merkt Silberschlag mit Recht, Shakespeare habe durch die Artseiner Rückkehr dem Hamlet jede absichtliche Willensbestimnnmgnehmen und ihn in seiner Nnschlüssigkeit als Spielball desSchicksals darstellen wollen, Weiler bemerkt Rümelin, derGrund von Hamlets konfusem, unzweckmäßigem Handeln sei nicht,daß Shakespeare ihn so darstellen wollte; zweckwidriges Handeln

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