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Thatendrang, politischen Ehrgeiz, Streben nach Machterweiterunghervor. Ob diese Züge in seinen? Charakter auch dem unglücklichen,innerlich verfaulten Staate Dänemark zu gute kommen werden, weißkein Mensch. „Hamlet" unterscheidet sich dadurch wesentlich von„RichardIII.", „Lear", „Macbeth", wo allerdings nach so vielen undtiefen Erschütterungen eine tröstliche Schlußaussicht eröffnet wird,wie Bischer init Recht bemerkt. Von Anfang an, mit derThronrede des Claudius, wird diese politische Stimmung in unserweckt; die Gefahr, an Norwegen das rechtlich gewonnene Gebietzu verlieren, wird von dem praktischen Claudius abgewandt;Fortinbras hat aber im vierten Aufzug Gelegenheit, sich vondem zerrütteten Zustand Dänemarks persönlich zu überzeugen, erkehrt im entscheidenden Augenblick zurück, und nicht nur ein Theil,ivie er im Anfang gehofft hatte, sondern das ganze Land Däne-mark fällt ihm als Beute zu. Hier ist Klarheit, Uebersichtlich-keit und Zusammenhang.
Mag auch die mehr oder minder optimistische Auffassung,die seinerzeit in der Darstellung von Bogumil Dawison ihrenHöhepunkt erreichte, durch die Tragödie selbst eine Berechtigungzu erhalten scheinen, mögen wir uns von Hamlets ursprünglichedlem und geistreichem Wesen noch so sehr angezogen fühle??, somuß man doch namentlich im Angesicht der Monologe, wo alleVerstellung aufhört, sagen, daß Shakespeare das Hauptgewichtans die Schattenseite legt, daß er zeigen will, wie die vortreff-lichsten Eigenschaften des Geistes und Herzens durch träumerischeUnentschlossenheit vergiftet werden, wie für den Einzelnen unddas Ganze Verderben und Untergang daraus entsteht. Hamlethat seine Aufgabe grnndverkehrt gelöst. Seine Mutter, die erschonen sollte, tödtet er durch seine Unentschlossenheit; ebensoden Polonius, Laertes, die Ophelia, zwei Schulfreunde lieferter in vermeintlicher Nothwehr und übel angebrachter Rache ansMesser; er wird, je nachdem inanzählt, und den Begriff Mord
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