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gelungener That zu dem versammelten Volke spricht, daß Treueund Glauben im Lande noch nich'. ausgestorben und nicht allesfaul war in Dänemark; man sieht daraus zugleich, daß Amlethder würdige Sohn eines heroischen Zeitalters war. Ganz andersstellt sich Shakespeares Hamlet dar. Er ist von dem Bewußtseindurchdrungen, daß auf seine Schultern eine zu schwere Lastgelegt sei, „Gewichen ist die Zeit aus den Gelenken; weh' mir,daß ich geboren ward, sie einzurenken" — sl, 5) dies ist dasThema des Stücks, Haarscharf unterscheidet sich dadurch Haniletvom König Claudius, Dänemark war nach der Rede desKönigs I, 2 durch das Kriegsgelüste des Fortinbras in Gefahr,aus den Fugen zu gehen; aber Claudius weiß durch seineGesandten den Staat, den Fortinbras durch den Thronwechselverrenkt glaubte, vor Zertrümmerung zu bewahren. Aus Däne-mark macht Hamlet, der als Idealist alles verallgemeinert, dieZeit, die ganze damalige Menschheit; er sieht nicht ein, daßseine Aufgabe nicht war, die Zeit, sondern nur das kleineDänemark wieder einzurichten. Er war allerdings nicht derMann, das Rachewerk allein zu vollführen. Er Hütte daher,wenn eine zu schwere Last auf seine Schultern gelegt war,seine Freunde ins Vertrauen ziehen sollen; weiht doch auchOdysseus, ehe er die Rache vollführt, seinen Sohn Telemachund zwei Hirten ins Geheimniß ein; der zurückkehrende Orestesmacht die Elektra zu seiner Vertrauten, „Das Unmögliche wirdvon Hamlet gefordert," sagt Goethe, „nicht das Unmögliche ansich, sondern das, was ihm unmöglich ist" — allerdings, wasihm aber nicht zu schwer wäre, wenn er es richtig auffaßte undpraktisch angriffe. Seine Aufgabe war nicht so schwer, wie diedes Orestes, mit dem Hamlet schon so oft verglichen wordenist. An der Mutter Rache zu nehmen, wurde von Orestesverlangt; Hamlet sollte dem Auftrag des Geistes gemäß seineMutter schonen und nur seinen Oheim strafen; seine Mutter
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