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gebrochen, verstört; er will dos Verbrechen rächen, aber weißnicht, wann und wie; nur gezwungen rächt er zuletzt seinesVaters Ermordung am Mörder, richtet ein unnützes Blutbadan, geht dabei selbst unter und hinterläßt als König ans demThron, den er hätte besteigen sollen, einen Fremden, den Nor-weger Fortinbras. Von einem eigentlich tröstlichen Schluß,von der Aussicht in eine bessere Zukunft kann keine Rede sein.Keine einzige Aeußerung im Stück weist darauf hin. Bischersagt zwar, Shakespeare entlasse uns mit der Aussicht, daß eineneue gesunde Ordnung von dem „intakten" Fortinbras auf demverwilderten Boden gesäet werde. Ich kann dies nicht finden.Auch über die Zukunft des Landes ist der Rest Schweigen, einFragezeichen, Daß Fortinbras nicht, wie behauptet worden ist,rechtliche Ansprüche auf Dänemark hatte, zeigt schon der Anfangdes Stücks, Wo ein Staat seine Freiheit und Selbständigkeitan ein Reich verliert, mit dem er früher schon manchmal imKampfe gelegen, da kann von einem lichten Ausblick in dieZukunft nicht gesprochen werden. Der Schluß ist herb unddüster, wie das ganze Stück.
Ein Punkt darf nicht vergessen werden, Amleth vollbringtdas Rachewerk allein, ohne durch Beispiele, massig wie derErdball, dazu gestachelt zu werden. „Ich allein", sagt er beiSaxo mit Recht, „habe das Werk vollbracht, das ebensogut aucheuren Händen zukam. Niemand leistete mir bei der rühmlichenThat Beistand, Zwar bin ich überzeugt, daß ihr mir eureTheilnahme nicht versagt haben würdet, wenn ich darum gebetenhätte, da ich eurer Treue gegen den ehemaligen König, wieeurer Anhänglichkeit an den angestammten Fürsten vollkommenvertraue. Aber es gefiel mir, ohne die Gefahr für euch dieSchuldigen zu bestrafen, weil ich fremde Schultern nicht miteiner Last beladen wollte, der ich allein gewachsen zu seinglaubte." Man sieht aus diesen Worten, die Amleth nach
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